Nazi wird Bezirksbeirat in Zuffenhausen!

Andreas Brandmaier ist in Stuttgart kein Unbekannter. Brandmaier ist Mitglied und ehemaliger Vorsitzender von „Zentrum Automobil e.V.“, einer faschistischen Betriebsvereinigung beim Stuttgarter Automobilhersteller.
Weiteren Kreisen wurde Brandmaier 2018 bekannt, als Report Mainz über interne Mails des damaligen Betriebsrats berichteten. Brandmaier unterzeichnete eine der Emails mit einem Bild. Inhalt: Ein Hakenkreuz mit der Unterschrift „Der deutsche Gruß heißt Heil Hilter“.
Auch nach dem Skandal nimmt Brandmaier eine wichtige Rolle innerhalb der faschistischen Gruppe ein. So ist er Inhaber des Kontos auf dem „Zentrum Automobil e.V.“ aktuell innerhalb der rechten Szene Spenden für ein verletztes Mitglied sammelt.

Das Andreas Brandmaier tief ins rechten Milieu verstrickt ist ist nichts Neues. So verwundern uns auch die aktuellen Entwicklungen nicht. Am Dienstag, 21. Juli 2020, soll „Hakenkreuz-Andi“ als stellvertretendes Mitglied des Bezirksbeirats Zuffenhausen eingeführt werden. Er vertritt in dem Gremium die AfD.

Der offene Schulterschluss zwischen AfD und „Zentrum Automobil“ verdeutlicht einmal mehr: Bei dem faschistischen Verein handelt es sich mitnichten um eine „alternative Interessenvertretung“. Zentrum Automobil ist der verlängerte Arm der rechtspopulistischen Partei in den Daimler-Werken.

Kein Platz für Nazis! Weder bei Daimler, noch im Bezirksbeirat!

Facettenreicher Protest gegen den AfD-Spuk in Zuffenhausen-Rot

Ungeachtet der frühen Uhrzeit von werktags 17 Uhr, versammelten sich gut 50 AntifaschistInnen, um dem Spuk der AfD in Stuttgart-Rot Einhalt zu gebieten.

Nachdem wir uns auf einem Platz nahe der U-Bahn-Haltestelle versammelt hatten, zogen wir mit einer Spontandemonstration in Richtung Bürgerhaus Rot, wo die Veranstaltung der AfD stattfand. Mit Flyern und lautstarken Parolen informierten wir die Nachbarschaft über die geplante Hetze in ihrem Viertel.

In Folge der kurzen aber entschlossenen Proteste, entschieden wir uns unsere Proteste nicht von den staatlichen Repressionsbehörden und der AfD bestimmen zu lassen. Deshalb zogen wir in Kleingruppen durch die Viertel um auf verschiedenste Weise unsere Ablehnung kreativ auf die Straße zu bringen.

Es wurden nicht nur die Straßen von rechter Hetze gesäubert, die AntifaschistInnen verbreiteten zusätzlich ihre eigene Botschaft in den Staßenzügen in Stuttgart-Rot. Dazu setzte man auf verschiedenste Mittel, wie dem Hinterlassen von Stencils, Plakaten oder Stickern. Zudem wurden Flyer in Haushalte verteilt und Transpis aufgehangen. Die AnwohnerInnen nahmen die Aktionen positiv auf und positionierten sich gegen die rechte Vereinnahmung ihres Stadtteils.

Gesamt betrachtet können wir von einem erfolgreichen Tag sprechen. Auch wenn durch ein massives Polizeiaufgebot die Veranstaltung nicht verhindert werden konnte, ist die Vernetzung mit der örtlichen Bevölkerung gut gelungen. Auch die Tatsache dass die AfD-Veranstaltung trotz hochkarätigen Referenten schlecht besucht war, bleibt ein Teilerfolg des antifaschistischen Protests. Denn auch im Vorhinein wurde durch mehrmaliges Flyern, die BewohnerInnen Stuttgart-Rots über den rechten Vereinnehmungsversuch aufgeklärt.

Auch zukünftig muss gelten, der AfD immer und überall entgegenzutreten, wo sie auftaucht. 365 Tage im Jahr antifaschistisch kämpfen!