Rechte Hetze schafft keine Arbeitsplätze

Antira-Flyer UntertürkheimHeute morgen, am 10.2.21, waren wir vor den Daimler-Werken in Mettingen und Untertürkheim.

Mit einem antirassistischen Betriebsflyer, der an die KollegInnen und Kollegen verteilt wurde, haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass Rechte seit Jahren versuchen Einfluss in den Betrieben zu gewinnen. Im Daimler-Werk Untertürkheim gibt es seit über zehn Jahren das von Faschisten gegründete Betriebsprojekt „Zentrum Automobil“, das mit antigewerkschaftlicher Hetze und rechten Parolen versucht, die Belegschaft zu spalten.

Vom 06.-13.02.21 findet die Aktionswoche des bundesweiten Bündnisses #nichtaufunseremrücken im Zuge der anstehenden Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie gegen den Arbeitgeberverband Gesamtmetall statt.

Wir solidarisieren uns mit den Kolleginnen und Kollegen und ihrem Arbeitskampf für bessere Arbeitsbedingungen. Mit dem folgenden Einleger sind wir auf den Zusammenhang zwischen rassistischer Spaltung im Betrieb und der Spaltung der ArbeiterInnenklasse gegenüber den Kapitalisten eingegangen:

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Gegen AfD-Hetze – Für ein solidarisches Miteinander!

aabs-flyer1 Ein Parteitag jagt den anderen und irgendwann ist natürlich auch die „Alternative für Deutschland“ dran. Sie selbst sehen ihr „Alternatives Dreikönigstreffen“ am 6. Januar in Cannstatt als Wahlkampfauftakt für die Landtagswahlen im März – für uns ist es der Auftakt, ihrem Wahlkampf entgegenzuwirken und die Flamme im Keim zu ersticken.

Die AfD ist eine Partei, die offenkundig Lohn- und Sozialleistungskürzungen, mehr Repression und Überwachung fordert, um die „allgemeine Krise“ in den Griff zu bekommen. Für die Auswirkungen des kapitalistischen Systems machen sie nun in ihrer Hetzpropaganda hauptsächlich Geflüchtete verantwortlich. Auch andere Minderheiten und Unterdrückte kommen ihnen zur Argumentation recht – offener Rassismus, Homophobie und Antifeminismus sind fester Bestandteil ihrer rechten Politik. Die AfD ist somit nicht nur ein Part des gesellschaftlichen Rechtsrucks, sondern befördert ihn und kanalisiert den Unmut vieler BürgerInnen über die bestehenden Verhältnisse.

Während Flüchtlingsunterkünfte angegriffen und in Brand gesteckt werden befeuern sie das Feuer des Hasses in den Köpfen. Ihre Hetze richtet sich auch nicht nur gegen Geflüchtete, sondern auch gegen gesellschaftliche Fortschritte und all jene, die in ihrem leistungsbezogenen, elitären Weltbild keinen Platz haben. Das wiederum bietet einen Nährboden für rechte jeglicher Couleur.

Die Politik der AfD ist ein Angriff auf viele von uns – deshalb dürfen wir sie nicht weiter ihre Hetze ohne unseren Protest betreiben lassen. Das „Dreikönigstreffen“ bietet direkte Möglichkeit, sich ihrer rechten Propaganda entgegenzustellen. Es liegt an uns, ihnen weitere Erfolge zu erschweren und der „Alternative für Deutschland“ mit einer tatsächlichen Alternative entgegenzuwirken.

Kommt am 6. Januar um 13:00 Uhr zur Kundgebung am Kursaal in Cannstatt.

Für ein solidarisches Miteinander, gegen die rechte Hetze der AfD!

ES REICHT! – Kundgebung gegen rechte Gewalt im Rems-Murr-Kreis

Wir unterstützen den Aufruf zur morgigen Kundgebung in Backnang:header

Vor ein paar Tagen brannte eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft in Weissach, welche durch das Feuer unbewohnbar gemacht und vollkommen zerstört wurde.
Die aktuelle rassistische Stimmung und Hetze gegen Geflüchtete in der BRD ist kaum noch zu übersehen. Nachdem Nazis erst am 18. Juli einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Remchingen verübten und die momentanen Geschehnisse in Heidenau an eine ähnliche Pogromstimmung wie 92′ in Rostock-Lichtenhagen erinnern, kommt es auch im Rems-Murr-Kreis vermehrt zu rechten Übergriffen.
Mit den Worten „Ihr gehört alle vergast!“ und anderen rechten Parolen, beschimpften Neonazis Ende letzten Jahres MigrantInnen und den Gastwirt in einem griechischen Lokal in Backnang.
Erst vor kurzem wurde eine Moschee in Welzheim mit Hakenkreuzen und rechten Parolen besprüht- knapp 1 Monat später – am 24. August, ging die geplante Unterkunft für Flüchtlinge in der Welzheimer Straße 41 in Unterweissach in Flammen auf. Bereits im Jahre 2005 gab es einen faschistischen Brandanschlag auf dieses Gebäude. Zu dieser Zeit wurden die Räumlichkeiten bereits von geflüchteten Menschen bewohnt, die dem rassistischen Mordversuch nur durch Glück entgingen.
Im Zusammenspiel mit den bundesweiten Entwicklungen, dem deutlichen Ruck nach rechts und der immernoch vorhandenen Naziszene im Rems-Murr-Kreis, ist davon auszugehen, dass es sich auch in Unterweissach um einen rassistischen Brandanschlag handelt.
Dagegen müssen wir alle gemeinsam Stellung beziehen! Rassismus und rassistische Gewalttaten, die Menschen abwerten und ganz konkret deren Leben oder Unversehrtheit gefährden, sind entschieden zu bekämpfen!

Dazu ist es sehr wichtig, Geflüchteten einen herzlichen Empfang ohne Vorurteile zu bereiten! Es gibt viele positive Beispiele dafür, wie ein vertrauenvolles und nachbarschaftliches Verhältnis zwischen EinwohnerInnen und Flüchtlingen aufgebaut werden konnte.

Lassen sie uns daran anknüpfen und beteiligen Sie sich deshalb an der antirassistischen Kundgebung am Samstag, den 29. August um 11:00 Uhr Am Obstmarkt in Backnang.

Erteilen wir Rassismus und anderen Ideologien, die nach den Schwächsten der Gesellschaft treten, gemeinsam eine klare Absage!

Initiative Rems-Murr Nazifrei
Juze Backnang
Backnanger BürgerInnen

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Stuttgart:
Samstag, 29|09|2015, 10:00 Uhr, Hauptbahnhof (tief; Abgang zu den S-Bahnen)