Proteste gegen „Fellbach wehrt sich“ auf dem Schillerplatz

„Fellbach wehrt sich“ in Stuttgart: Wer sich da jetzt genau was dabei gedacht hatte ist uns bis jetzt nicht klar – und wird es wahrscheinlich auch nicht. Fakt ist: Kümmerliche 16 Reichsbürger und rechte Verschwörungstheoretiker standen heute zwei Stunden auf dem menschenleeren Schillerplatz. Rundherum Hamburger Gitter, Reiterstaffel, BFE, einige Hundertschaften und tatsächlich ein Wasserwerfer (!).
Mit knapp 80 Menschen war der kurzfristig organisierte Gegenprotest trotz der Busfahrt nach Köln gut besucht. Mehrere hundert Flugblätter informierten PassantInnen über die rechten Umtriebe.

Jetzt am Samstag: Rechte Kundgebung in der Innenstadt!

Für Samstag (22. April 2017) hat der rechte Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger Michael Stecher eine Kundgebung auf dem Schillerplatz in der Stuttgarter Innenstadt angekündigt.
Viele unterstützen an diesem Tag die wichtigen Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln und fahren mit dem Bus aus Stuttgart nach Köln. Dennoch können wir eine rechte Kundgebung in unserer Stadt nicht unwidersprochen hinnehmen.
An alle „Hierbleibenden“: Kommt am Samstag um 15.30 Uhr auf den Schillerplatz und bringt FreundInnen und KollegInnen mit. Lasst uns gemeinsam der kruden rechten Hetze eine deutliche Absage erteilen!

Fellbach: Nazis marschieren unter Polizeischutz – Massive Gegenaktionen

Zum vierten Mal seit Juni versammelten sich heute Nazis an der Fellbacher Lutherkirche. Anders als davor wurde dieses Mal bereits im Vorfeld ein Aufmarsch durch Fellbach angekündigt. Dem Häufchen von 22 Faschisten stellten sich erneut mehr als 300 Menschen entgegen, die einer Mobilisierung antifaschistischer Gruppen und Bündnisse gefolgt waren.

Die Gegenproteste begannen bereits um 14 Uhr, eine Stunde vor dem Aufmarsch der Faschisten. An allen Eingängen zum Kundgebungsplatz der Nazis sammelten sich AntifaschistInnen und erschwerten die Anreise der Rechten erheblich. Auf der Hauptkundgebung an der U-Bahnendstation wurden mehrere Reden zu dem antifaschistischem Widerstand, dem Rechtsruck und Fluchtursachen von Teilen der Bündnisse „Gemeinsam gegen Rechts“ und „Rems-Murr Nazifrei“ gehalten.

Auf Seiten der Rechten versammelten sich gerade einmal 22 Personen. Einige davon traten mit Reichsfahnen und eindeutig faschistischen Parolen ganz offen als Nazis auf. Dies stellt eine Veränderung im Vergleich zu den letzten Aufmärschen von „Fellbach wehrt sich“ dar. Das Außenbild war ganz klar faschistisch geprägt, was sicherlich auch an der Mobilisierung von „Karlsruhe wehrt sich“, einem faschistischen Nachfolgeprojekt der Pegida-Aufmärsche, in Karlsruhe lag. Maßgeblich unterstützt und geprägt wurde „Fellbach wehrt sich“ von der selbstdarstellerischen Ester Seitz, die unter anderem enge Verbindungen mit der Nazipartei „Die Rechte“ hat.

Die aktive und offenbar gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Nazis und Polizei zeigte sich dieses Mal besonders deutlich, als die Rechten sich zum Aufmarsch formierten. Sowohl sie, als auch die Polizeikräfte stellten sich erst in eine Richtung auf, um dann plötzlich gemeinsam umzudrehen und an einer anderen Stelle den Platz zu verlassen.

Auch im Anschluss zeigten sich die zu Hunderten anwesenden Polizeikräfte fest entschlossen, den Naziaufmarsch durchzuprügeln. Von Beginn an wurden AntifaschistInnen von BFE-Einheiten mit Schlagstöcken, Pfefferspray, Tritten und Schlägen angegriffen. Auch eine Reiterstaffel war im Einsatz, welche sich nicht davor scheute, offensiv in AntifaschistInnen hinein zureiten.

Dennoch wurden die Faschisten durchgehend mit Protesten konfrontiert und sahen sich Angriffen mit Steinen und Pyrotechnik ausgesetzt. Auch kam es vielfach zu Materialblockaden auf der Strecke. Nach einer Route durch Wohngebiete vorbei an einer Flüchtlingsunterkunft, liefen sie wieder zum Auftaktkundgebungsplatz, indem die Polizei die antifaschistische angemeldete Hauptkundgebung überrannte. Dort angekommen honorierte Ester Seitz den gewalttätigen Einsatz der Polizei ausdrücklich.

Insgesamt hat dieser Tag wieder einmal gezeigt, dass die staatlichen Repressionsorgane vor nichts zurückschrecken, wenn es darum geht den Nazis den Weg frei zuprügeln – knapp 50 Verletzte und 8 Festnahmen bestätigen dies. Trotz all dieser Umstände gelang es den AntifaschistInnen „Fellbach wehrt sich“ mit erheblichem Widerstand zu begegnen!

-Ein gemeinsamer Bericht des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Stuttgart&Region und der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr-

22.10.: Rassismus und Faschismus? Läuft nicht!

Am 22. Oktober 2016 soll wieder eine rassistische Kundgebung in Fellbach stattfinden. Zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen rufen wir hiergegen zum Protest auf!

Weitere Infos findet ihr unter fb.com/RMKgegenRechts oder auf der Webseite der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr. Hier findet ihr den gemeinsamen Aufruf, sowie die UnterstützerInnen:

Ja es geht noch brauner! Nach drei erfolglosen rassistischen Aufmärschen in Fellbach erwartet uns für den 22. Oktober die Veranstaltung einer extrem rechten Aktivistin, welche schon mehrfach dutzende Nazis auf die Straße gebracht hat.

Verantwortlich für diese Radikalisierung zeigt sich mit Ester Seitz eine Aktivistin, welche unter anderem Karlsruhe mit ihren regelmäßigen Aufmärschen aus Rassisten und Nazis terrorisiert.
Dass diese Verbindung gewollt ist, zeigt sich unter anderem an der Teilnahme Ester Seitzs am Bundesparteitag der faschistischen Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie der Unterstützung der Aufmärsche in Karlsruhe durch den bisherigen Initiator.
Auch die letzte „Fellbach wehrt sich“-Kundgebung zeigte, was diese angeblich „besorgten Bürger“ in Wirklichkeit sind. Neben der üblichen, rassistischen Hetze wurden dort auch erstmals offen antisemitische und neonazistische Reden gehalten. So wurde im reinsten Nazijargon das Bild einer jüdischen Weltverschwörung gemalt und von
„Blutdeutschen“ gesprochen.

Dieser hetzerische Angriff auf einen Großteil unserer NachbarInnen, FreundInnen und KollegInnen ist für uns nicht hinnehmbar! Dementsprechend wollen wir uns dem rechten Aufmarsch am 22. Oktober gemeinsam und solidarisch entgegen stellen. Weiterlesen

Fellbach wehrt sich erneut gegen Nazis und Rassisten

Bereits zum dritten Mal versammelten sich am 9. September 2016 rund 200 AntifaschistInnen, um gegen „Fellbach wehrt sich“ zu protestieren. Die rechte Kundgebung wurde, wie bereits die beiden letzten Male, erneut von Michael Stecher (aus dem Reichsbürgerspektrum) organisiert. Unterstützung erhielt er dabei insbesondere von Ester Seitz, die in verschiedensten rechten und faschistischen Kreisen unterwegs ist (u. a. Mitinitiatorin von „Karlsruhe wehrt sich“). Wie gewohnt schützte ein Großaufgebot der Polizei inklusive BFE und Hundestaffel die kümmerliche rechte Ansammlung.

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Proteste gegen „Fellbach wehrt sich“

AnkunftAm Freitag, den 22. Juli 2016 fand die zweite „Fellbach wehrt sich“-Kundgebung statt, angemeldet von Michael Stecher aus dem Reichsbürger-Spektrum.
Nachdem letztes Mal, am 17. Juni nur 11 Rechte da waren, fanden sich heute etwa zwei Dutzend auf der Kundgebung ein, die dieses Mal den Titel „Für mehr Sicherheit in Fellbach und gegen Gewalt/Sexualdelikte“ trug.
Etwa 200 AntifaschistInnen und aktive FellbacherInnen stellten sich dieser Hetze entgegen. Auch eine antifaschistische Kundgebung machte dieses Mal wieder PassantInnen auf die Problematik in Fellbach mit verschiedenen Redebeiträgen und Infomaterial aufmerksam.

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Rechte Hetzer verjagen! – Am 22. Juli in Fellbach

fbbild oder WidgetAm 22. Juli wollen rechte Hetzer erneut unter dem Label „Fellbach wehrt sich“ eine Kundgebung abhalten!

Und wieder werden wir ihnen den Auftritt vermiesen!
Kommt zur antifaschistischen Kundgebung ab 18 Uhr bei der Lutherkirche in Fellbach. Zur gemeinsamen Anreise treffen wir uns um 17:15 Uhr am Hauptbahnhof vorm LeCrobaq.
Informiert Freunde und Bekannte, damit wir so viele AntifaschistInnen an dem Tag auf die Straße bekommen, wie beim letzten Mal und den rechten Hetzern zeigen, dass in Fellbach, Stuttgart und der ganzen Region kein Platz für sie ist!

Hier noch der Facebooklink und unser Kurzaufruf:
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