Vortrag: Musik für unpolitische Nazis?

Ende September findet zum zweiten Mal das ‚Rock dein Leben‘ in der Nähe von Ulm statt – ein Festival mit Bands wie Frei.Wild oder Unantastbar auf dem unter einem unpolitischen Deckmantel rechte und völkische Inhalte unter die Bevölkerung gebracht werden soll. Bands wie Frei.Wild oder Unantastbar bemühen sich um ein unpolitisches Image und finden sogar großen Anklang in der Gesellschaft, trotz ihren Songtexten, die alles andere als unpolitisch sind. Auf Konzerten solcher Bands geben sich dann Nazis, Reaktionäre und vermeintlich unpolitische Zuhörer die Hand – es entsteht eine Grauzone aus Bands und Fans.
Ein weiteres Beispiel für eine Band die um ein unpolitisches Image ringt, aber klare Verbindungen in die Naziszene hat ist die Allgäuer Band ‚Prolligans’: Hinter ihrem Label „Subcultural Records“ steht das Nazilabel „Oldschool-Records“, beide gehören dem selben Eigentümer. Doch nicht nur ihr Vertrieb zeigt klare Verbindungen zur Naziszene. Auch personelle Überscheidungen zwischen Bandmitglieder der Prolligans und diversen Nazibands zeigen die braune Färbung der Allgäuer Band. Gleichzeitig gibt es mit der Nazikameradschaft „Voice of Anger“ eine klar faschistische Struktur im Süden Deutschlands, die in wiederum in Verbindung mit dem Betreiber der beiden Musiklabels „Subcultural Records“ und „Oldschool Records“ stehen.

Ein Referent der Recherche Crew Allgäu ⇏ rechtsaussen informiert uns über die vermeintlich unpolitische Oi!-Band Prolligans und deren Verbindungen zur Naziszene im Allgäu.

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21.09.2019 | 16 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann

https://www.facebook.com/events/1331956126954313/

Kommt alle zum antifaschistischen Wahlabend!

wahlplakatSeit mehreren Wochen beschäftigen uns die anstehenden Kommunal- und Europawahlen. Viele haben in diesem Zuge eigene Plakate, die die Inhalte der AfD demaskieren verklebt, Propaganda der AfD aus dem Stadtbild entfernt und deren Infotische gestört.

Doch mit dem Verstreichen der Wahlkampfphase und des Wahltages hört das Problem der AfD und der gesellschaftliche Rechtsruck der übrigen Parteien leider nicht auf – dementsprechend darf auch unsere antifaschistische Arbeit an diesem Punkt nicht stehen bleiben.

Um einerseits einen Blick in die Zukunft zu werfen und gleichzeitig die vergangenen Wochen gemeinsam abzuschließen, laden wir alle am Abend des 26. Mai 2019 ins Linke Zentrum Lilo Herrmann ein.

Zusammen wollen wir uns die aktuellen Hochrechnungen anschauen, über die Bedeutung von Wahlen für uns als AntifaschistInnen an sich und perspektivische Aktionenideen, auch nach der Wahl, gegen den Rechtsruck diskutieren. Außerdem wird es Essen und Getränke geben, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

26. Mai 2019 | 18 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann

28.2.2019: Vortrag zu rechten Strukturen im Großraum Stuttgart

Am 28. Februar referieren wir als Teil von Stuttgart gegen Rechts im Welthaus Stuttgart e.V. zu rechten Strukturen in der Region Stuttgart. Schaut vorbei!

Rechte Hetze hat aktuell Konjunktur – nicht nur in Wahlumfragen. Mit der „Alternative für Deutschland” ist rechtsradikale Politik in der gesamten Bundesrepublik wieder salonfähig geworden. In ihrem Windschatten blühen auch andere rechte Strukturen auf: „Identitäre Bewegung” (IB), „1% Prozent”, die Scheingewerkschaft „Zentrum Automobil” oder diverse „Pegida”-Ableger sind keine Randerscheinungen mehr, sondern haben politisch Oberwasser.
Auch in und gerade um Stuttgart nehmen die Aktivitäten der extremen Rechten in den letzten Jahren zu.
Karriere, Geld, politische Überzeugung; es gibt unterschiedliche Motivationen sich in rechten Parteien und Gruppen zu engagieren. Doch wer sind die treibenden Köpfe der Stuttgarter Rechten? Welche Bedeutung haben aktivistische Kleingruppen wie die „IB” in der Landesmetropole? Gibt es ein rechtes Problem im Ländle, und wenn ja: Welche Qualität hat es? Was kann dagegen getan werden?
ReferentInnen des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Stuttgart und Region (AABS) geben einen Überblick über die bedeutendsten Personen der Stuttgarter Rechten, ihre Aktivitäten, beleuchten die Schnittmenge zur gewaltbereiten Naziszene und ordnen die Entwicklungen in den gesellschaftlichen Kontext ein.
Danach möchten zur Diskussion über Gegenstrategien einladen. Für Verpflegung ist gesorgt.

Antifa-Kneipe im Februar: Rechte Musik

Im Juni 2018 fand zum dritten Mal das Festival „Rock gegen Überfremdung“ in Themar statt – mehr als 2000 Faschisten kamen in Thüringen unter Polizeischutz zusammen und hörten verschiedensten rechten und faschistischen Bands zu. Im Jahr zuvor kamen sogar 6000 Faschisten zusammen. Im Allgäu finden derzeit immer wieder – relativ geheim – kleinere Nazi-Konzerte statt, aber auch in der Stuttgarter Umgebung sind solche Zusammentreffen von Faschisten kein unbekanntes Phänomen.

Rechte Musik stellt aber für Reaktionäre und Nazis nicht nur Freizeitaktivität und Selbstbespassung dar, sondern ist neben der Funktion der Ideologieverbreitung und -verfestigung zum Beispiel auch eine relevante finanzielle Stütze der gewaltbereiten Naziszene dar. Somit ist rechte Musik ein wichtiger Bestandteil für Faschisten und ihre Handlungsfähigkeit. Daher ist es wichtig sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.

Da die Anzahl an rechter und faschistischer Musik aber ein unüberschaubares Feld ist, wollen wir uns in der Antifakneipe im Februar mit rechter Musik, Bands und ihren offensichtlichen Verbindungen in die organisierte Naziszene auseinandersetzen und einen Überblick geben.

Antifa-Kneipe im Februar: 8.02.2019 ab 19 Uhr / Linkes Zentrum Lilo Herrmann

Antifakneipe am 12. Oktober: Nazis aus der Deckung holen. Rechte Marken, Codes & Labels

Nazis aus der Deckung holen – Rechte Marken, Codes und Labels.

In Chemnitz formiert sich ein Mob aus Faschisten, Nazi-Hools und anderen rechten Kräften um Geflüchtete, MigrantInnen und Linke anzugreifen. Egal wo rechte und faschistische Kräfte auf die Straße gehen müssen wir als AntifaschstInnen klaren Widerstand leisten. Jedoch sind Nazis nicht nur auf Nazikonzerten oder rechten Aufmärschen unterwegs. Nazis können uns überall begegnen – ob in der U-Bahn, im Supermarkt oder in der Innenstadt. Manchmal erkennt man sie von weitem anhand ihrer Kleidung oder Tattoos. Doch wer kennt schon alle Nazimarken? Wer weiß schon ob es sich um ein Shirt einer Metall-Band handelt oder doch klare Nazisymbolik?

Um Nazis zu erkennen und bekämpfen zu können müssen wir uns mit rechter Symbolik, Marken, Codes und Labels auseinandersetzen. Deshalb wollen wir uns in der Antifakneipe im Oktober mit diesem Thema auseinandersetzen. Am 12. Oktober 2018 ab 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann wird in einem Vortrag zu genau diesem Thema euch die Möglichkeit gegeben euer Wissen über Nazilabes aufzufrischen. Denn in Zeiten des Rechtsrucks in unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass wir uns allen rechten und faschistischen Kräften entgegenstellen.
Drum komm vorbei, bring Freunde und Freundinnen mit.

22. Juni: Infoveranstaltung zu den Anti-AfD-Protesten in Augsburg

Am Wochenende 30. Juni/1. Juli 2018 findet der diesjährige Bundesparteitag der AfD in Augsburg statt. Mitten im ohnehin reaktionär geprägten Landtagswahlkampf in unserem Nachbarbundesland ist es nochmal besonders wichtig, Widerstand gegen die blau-braunen Hetzer zu organisieren.

Aus ganz Bayern gibt es eine breite Mobilisierung nach Augsburg. Auch in der Stadt selbst zeigten bereits im Februar 2016, mehr als 2000 Menschen die gegen einen Auftritt von Frauke Petry auf die Straße gingen, dass es Potential vor Ort gibt. Trotz der reaktionären Agenda der CSU (Stichwort: PAG – Polizeiaufgabengesetz) stehen viele Menschen in Bayern gegen den Rechtsruck auf.

Auch aus Baden-Württemberg wird es Busanreisen aus Mannheim, Karlsruhe, Tübingen und Stuttgart geben. Unter dem Motto „Keine Ruhe den rechten Hetzern“ mobilisieren Antifa-Gruppen aus Bayern und dem Ländle am 30. Juni zu Aktionen gegen den AfD-Bundesparteitag: www.antifa-stuttgart.org/2018/05/afd-parteitag-in-augsburg-keine-ruhe-den-rechten-hetzern

Jetzt am Freitag findet eine Infoveranstaltung zu den geplanten Protesten statt. Hier gibt’s mehr Infos, Hintergründe sowie Raum für Diskussionen und Fragen.

-> Freitag, 22. Juni ab 18 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann

Resttickets für die Busanreise bekommt ihr natürlich dort sowie immer im Linken Zentrum Lilo Herrmann zu den Kneipenöffnungszeiten (Do-Sa ab 17 Uhr).

Rechtspopulisten bei Daimler in Untertürkheim

Im März stehen bundesweit Betriebsratswahlen an. In diesem Jahr kandidieren Rechte erstmals überregional für Mandate. Unter Federführung von „Zentrum Automobil e.V.“ aus Untertürkheim und mit Unterstützung der rechten Kampagne „Ein Prozent“ versuchen sich Rechtspopulisten nach den Parlamenten auch in den Betrieben zu verankern. Die zentrale Rolle der Untertürkheimer Gruppe kommt dabei nicht von ungefähr. 2009 vom Nazimusiker Oliver Hilburger gegründet, konnte die Truppe bereits 2014 vier Mandate bei den damaligen Betriebsratswahlen bei Daimler erreichen.

Während Hilburger in den vergangenen Jahren noch versuchte sich ein biederes Image aufzubauen, so lies er spätestens im November 2017 die Maske fallen. Damals sprach Hilburger auf einer rechten Konferenz und vollzog den Schulterschluss mit „Ein Prozent“ und AfD. Sein nicht vorhandenes rhetorisches Talent stellte der ehemalige Nazimusiker dann auch vor kurzem auf der allmontäglichen Veranstaltung von Pegida in Dresden zur Schau. Neben Hilburger haben auch einige weitere Protagonisten eine belegbare Vergangenheit in der faschistische Szene (1|2).

Seit geraumer Zeit arbeiten KollegInnen aus dem Daimlerbetrieb gemeinsam mit AktivistInnen außerhalb der Werkstore gegen das Erstarken der Rechten. So wurden beispielsweise mehrere tausend Spicker an die Untertürkheimer KollegInnen verteilt.

Auch wir sind nicht untätig. Gemeinsam organisieren wir daher unter anderem mit dem Aktionsbündnis Stuttgart gegen Rechts eine Veranstaltung zum Aufwind der Rechten in den Betrieben. Am 21. März berichten Kollegen aus den Untertürkheimer Werken vom Wirken der Rechten. Im Fokus steht dabei nicht ausschließlich deren rassistische Betriebspolitik sondern auch ihre Rolle als Gegner der IGM und Erfüllungsgehilfe der Konzernleitung.

Einen Hintergrundartikel zur rechten Betriebsarbeit bei Daimler findet ihr hier: http://express-afp.info/wp-content/uploads/2018/02/2018-1-2_Kaufmann_Wenn-mein-blauer-Arm-es-will.pdf

Bündnisveranstaltung „Kampfplatz Betrieb – Rechtspopulisten und die Betriebsratswahlen 2018“

21. März 2018 | 19 Uhr | Bürgerhaus Feuerbach