10.03. Antifa-Kneipe: Antifascist HipHop ’n‘ Graffiti

Kunst und Kultur sind nicht nur als individuelles Ausdrucksmittel eigener persönlicher Emotionen zu sehen, vielmehr können sie auch als alternatives Sprachrohr einer antifaschistischen Bewegung verstanden werden.

Dementsprechend erwartet euch bei der nächsten Antifa-Kneipe ein gemütlicher Abend, begleitet von feinstem, ausgewähltem antifaschistischenm HipHop sowie ein paar künstlerischen Inspirationen in Form von einer kleinen antifaschistischen „Graffiti-Ausstellung“.

10.03.17 | 19.00 | Linkes Zentrum Lilo Herrmann

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10.02.17 Antifa-Kneipe/Film: Ich war neunzehn

ICH WAR NEUNZEHN
(DDR 1967/1968, Spielfilm)

In dem Spielfilm von Konrad Wolf hat der Regisseur eigene Erlebnisse als Leutnant der Roten Armee 1944/45 an der Front verarbeitet. Als Kind floh Wolf mit seiner Familie vor den Nazis nach Moskau. Als Angehöriger der Roten Armee kehrte er zurück in seine „zum Feindesland gewordene Heimat“. Der Antikriegsfilm „beschreibt ohne Pathos und Larmoyanz die Schrecken des Krieges und macht die Schuld der Deutschen deutlich. Dabei bemüht er sich um ein Höchstmaß an Authentizität, verzichtet auf Idealisierungen und stellt Menschen mit ihren Eigenheiten und Schwächen dar.“ (Lexikon des internationalen Films)

Freitag | 10.02.17 | 19.00 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann

Fellbach: Nazis marschieren unter Polizeischutz – Massive Gegenaktionen

Zum vierten Mal seit Juni versammelten sich heute Nazis an der Fellbacher Lutherkirche. Anders als davor wurde dieses Mal bereits im Vorfeld ein Aufmarsch durch Fellbach angekündigt. Dem Häufchen von 22 Faschisten stellten sich erneut mehr als 300 Menschen entgegen, die einer Mobilisierung antifaschistischer Gruppen und Bündnisse gefolgt waren.

Die Gegenproteste begannen bereits um 14 Uhr, eine Stunde vor dem Aufmarsch der Faschisten. An allen Eingängen zum Kundgebungsplatz der Nazis sammelten sich AntifaschistInnen und erschwerten die Anreise der Rechten erheblich. Auf der Hauptkundgebung an der U-Bahnendstation wurden mehrere Reden zu dem antifaschistischem Widerstand, dem Rechtsruck und Fluchtursachen von Teilen der Bündnisse „Gemeinsam gegen Rechts“ und „Rems-Murr Nazifrei“ gehalten.

Auf Seiten der Rechten versammelten sich gerade einmal 22 Personen. Einige davon traten mit Reichsfahnen und eindeutig faschistischen Parolen ganz offen als Nazis auf. Dies stellt eine Veränderung im Vergleich zu den letzten Aufmärschen von „Fellbach wehrt sich“ dar. Das Außenbild war ganz klar faschistisch geprägt, was sicherlich auch an der Mobilisierung von „Karlsruhe wehrt sich“, einem faschistischen Nachfolgeprojekt der Pegida-Aufmärsche, in Karlsruhe lag. Maßgeblich unterstützt und geprägt wurde „Fellbach wehrt sich“ von der selbstdarstellerischen Ester Seitz, die unter anderem enge Verbindungen mit der Nazipartei „Die Rechte“ hat.

Die aktive und offenbar gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Nazis und Polizei zeigte sich dieses Mal besonders deutlich, als die Rechten sich zum Aufmarsch formierten. Sowohl sie, als auch die Polizeikräfte stellten sich erst in eine Richtung auf, um dann plötzlich gemeinsam umzudrehen und an einer anderen Stelle den Platz zu verlassen.

Auch im Anschluss zeigten sich die zu Hunderten anwesenden Polizeikräfte fest entschlossen, den Naziaufmarsch durchzuprügeln. Von Beginn an wurden AntifaschistInnen von BFE-Einheiten mit Schlagstöcken, Pfefferspray, Tritten und Schlägen angegriffen. Auch eine Reiterstaffel war im Einsatz, welche sich nicht davor scheute, offensiv in AntifaschistInnen hinein zureiten.

Dennoch wurden die Faschisten durchgehend mit Protesten konfrontiert und sahen sich Angriffen mit Steinen und Pyrotechnik ausgesetzt. Auch kam es vielfach zu Materialblockaden auf der Strecke. Nach einer Route durch Wohngebiete vorbei an einer Flüchtlingsunterkunft, liefen sie wieder zum Auftaktkundgebungsplatz, indem die Polizei die antifaschistische angemeldete Hauptkundgebung überrannte. Dort angekommen honorierte Ester Seitz den gewalttätigen Einsatz der Polizei ausdrücklich.

Insgesamt hat dieser Tag wieder einmal gezeigt, dass die staatlichen Repressionsorgane vor nichts zurückschrecken, wenn es darum geht den Nazis den Weg frei zuprügeln – knapp 50 Verletzte und 8 Festnahmen bestätigen dies. Trotz all dieser Umstände gelang es den AntifaschistInnen „Fellbach wehrt sich“ mit erheblichem Widerstand zu begegnen!

-Ein gemeinsamer Bericht des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Stuttgart&Region und der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr-

Hunderte gegen AfD-Veranstaltung in Cannstatt

demofront_plus_gleiseEtwa 400 Menschen haben sich, trotz kurzfristiger, nur viertägiger Mobilisierung, am 3. Oktober 2016 an einer Bündnisdemonstration mit anschließenden Protesten in Stuttgart-Cannstatt beteiligt. Anlass war eine Ende vergangener Woche bekannt gewordene Veranstaltung der rechtspopulistischen AfD in städtischen Räumen. Zur Demonstration aufgerufen hatte des Bündnis „Stuttgart gegen Rechts“, dem neben verschiedenen Parteigliederungen, Gewerkschaftsjugenden und anderen, auch wir angehören. Weiterlesen

Rechte Hetze konsequent zurückdrängen!

Der Aufruf des Bündnisses „Rems-Murr-Nazifrei“:

Fellbach: Kein Ort für rechte Hetze!

Nicht schon wieder?! Leider doch! Zum Dritten mal will die Gruppierung „Fellbach wehrt sich“ am 9. September ihre Hetze auf die Straße tragen. Obwohl bei den letzten beiden Versuchen das Interesse für die Hetze völlig unbedeutend war
wollen die Nazis und Rassisten es wieder versuchen, an der Lutherkirche aufzumarschieren. Es sieht so aus, dass Fellbach zu einem Anlaufpunkt und Aktionsfeld von rechter Hetze im Rems-Murr-Kreis zu werden droht.

Es sind wenige Rechte und davon auch nur wenige aus Fellbach direkt. Dennoch ist vielseitiger Widerstand und Protest von vielen Menschen wichtig. Ignorieren ist der falsche Weg – im Gegenteil! Wir wollen die Proteste auf eine breite Basis stellen und stärken. Denn Antirassismus soll im bunten Fellbach selbstverständlich bleiben und das wollen wir auch zeigen. Wir wollen dabei an die vergangenen erfolgreichen Proteste anschließen und auch zeigen wofür wir sind: Flüchtlinge sind willkommen. Für ein solidarisches Miteinander!

Daher kommt zur Kundgebung am 9. September um 17:30 Uhr bei der Lutherkirche in Fellbach.

Unterzeichnet von: Rems-Murr Nazifrei | Antifaschistische Jugend Rems-Murr | Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region (AABS) | DGB Ortsverband Fellbach | DGB Schorndorf | Die Linke. Stuttgart | DKP Rems-Murr | Jusos Rems-Murr | MLPD Kreis Ludwigsburg/Rems-Murr | VVN-BdA Kreisvereinigung Rems-Murr

Gemeinsame Zuganreise aus Stuttgart: 16.45 Uhr, Hauptbahnhof, LeCrobag in der Klettpassage.

Antifaschistischer Stadtspaziergang in Göppingen

Gefunden am 26.07.16 bei linksunten.indymedia.org//[GP] Antifaschistischer Stadtspaziergang

»In Göppingen und Umgebung gibt es seit einigen Wochen wieder verstärkte Naziumtriebe. Mehrere Faschisten, die bereits bei den mittlerweile verbotenen „Autonomen Nationalisten Göppingen“ und/oder bei den „Freien Nationalisten Esslingen“ aktiv waren, versuchen momentan unter dem Label der faschistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ in der Region Fuß zu fassen.

Deshalb zogen am Montag Abend rund 30 AntifaschistInnen durch die Göppinger Innenstadt und befreiten diese von etlichen Nazistickern und Nazischmierereien. Währenddessen wurden die Bürgerinnen und Bürger mit Flugblättern über die erneuten Naziaktivitäten in ihrer Stadt informiert. Zum Abschluss des erfolgreichen Abends zogen die AntifaschistInnen mit einer lautstarken und entschlossenen Spontandemonstration durch die Fußgängerzone.

Für uns steht fest, dass wir den Faschisten in Göppingen keinen Raum lassen werden, sich weiter in der Gegend zu verankern und zu etablieren. Die letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass eine antifaschistische Präsenz in Göppingen mehr als notwendig ist. Wir werden weiterhin in Göppingen aktiv bleiben und dem „Dritten Weg“ keinen Raum lassen, sich zu entfalten.

Kein Fußbreit den Faschisten! Weder in Göppingen noch anderswo!
Wir bleiben dran!«

Solidarität statt Spaltung!

13254513_1087852624620600_266642180425907951_nDie RoHi Stuttgart hat einen Spendenaufruf wegen der Proteste an der Messe veröffentlicht:

Konsequent versuchte die Polizei jeden Protest gegen den AfD Bundesparteitag am 30. April in Stuttgart zu verhindern. Bereits im Vorfeld wurde eine Kundgebung in Seh- und Hörweite der Rechtspopulisten faktisch verboten. Am Tag selber setzte die Polizei hunderte DemonstrantInnen fest. Über 600 Ingewahrsamnahmen wurden dem Ermittlungsausschuss der Roten Hilfe gemeldet. Die Bedingungen, unter denen die Betroffenen den Tag verbringen mussten, waren katastrophal: Mehrere AktivistInnen kollabierten in der Gefangenensammelstelle und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Doch damit nicht genug. Auch jetzt, im Nachgang der Proteste, ist mit Kriminalisierungsversuchen und Strafverfahren zu rechnen. Die Rote Hilfe e.V. unterstützt als strömungsübergreifende Solidaritätsorganisation die Betroffenen staatlicher Repression. Selbstverständlich werden wir auch diejenigen unterstützen, die am 30. April gegen die AfD auf der Straße waren. Hierfür sind wir auf Eure Spenden angewiesen. Lassen wir die Betroffenen nicht allein. Solidarität ist eine Waffe!

Spendenkonto
Empfänger: Rote Hilfe OG Stuttgart
IBAN: DE66 4306 0967 4007 2383 13 BIC: GENODEM1GLS