AfD-Veranstaltung in der Herrenberger Stadthalle gestört

Am vergangenen Samstag konnten wir gemeinsam mit über 100 Leuten wieder einmal deutlich machen, dass die AfD in Herrenberg unerwünscht ist.

Wie auch die vergangenen Protesten gegen die AfD in Herrenberg und Gültstein wurden auch diese gemeinsam von der Antifa Herrenberg, dem OTFR aus Tübingen und dem AABS aus Stuttgart organisiert.

Unter einem Pavillon hatten wir einen Infotisch aufgebaut, auf dem unterschiedlichste linke antifaschistischen Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Sticker und Buttons Auslagen. Das Infomaterial fand großen Zuspruch und so konnten wir zur antifaschistischen Weiterbildung ein kleines Stück beitragen.

Als gleich zu Beginn der Kundgebung eine große antifaschistische Gruppe vom Bahnhof kommend direkt und entschlossen auf den von Absperrgittern geschützten Eingang der Stadthalle zulief, schubsten die Cops, die abermals mit einem riesigen Aufgebot den sogenannten Bürgerdialog der AfD schützten, die Antifaschist*innen bis weit hinter den Bereich, der vom Ordnungsamt genehmigt worden war.
Das rabiate Vorgehen der Cops, und damit das Behindern unseres legitimen antifaschistischen Protestes, zeigt uns wieder einmal, dass im Kampf gegen Rechts auf die staatlichen Behörden kein
Verlass ist. Das wurde uns im Laufe des Abends immer wieder deutlich bestätigt, als Cops damit anfingen an der 30 Meter entfernten Straße alle PassantInnen anzusprechen, ob diese denn zur AfD Veranstaltung wollen würden und wenn ja sie ein sicheres Geleit nach Innen ermöglicht bekämen. Weiterlesen

Bericht zur Kundgebung in Gedenken an den rassistischen Anschlag von Hanau

schilderVor 6 Monaten ermordete ein Faschist neun junge MigrantInnen in einer Shisha Bar in Hanau. Um den Opfern zu Gedenken und unsere Wut gegen die Verhältnisse die diesen Morden den Weg ebneten, auf die Straße zu tragen, hätten wir uns heute an der Bundesweiten Demonstration der „Initiative 19. Februar“ in Hanau beteiligt.

Weiterlesen

Soliaktionen

Immer mehr Soli-Grüße kommen an für alle, die von der Repression am 2. Juli betroffen sind. Unser Genosse Jo sitzt weiterhin in Stammheim in U-Haft  – wir schauen, dass auch Jo die Grüße schnellst möglich erhält. Er freut sich natürlich auch über persönliche Post; wenn ihr ihm einen Brief schicken wollt, sendet ihn an die Stuttgarter Rote Hilfe, die ihn weiterleitet. Getroffen hat es nun vorerst ihn; zeigen wir nun, dass wir alle gemeint sind. Schreibt Jo Briefe, schickt Solibilder oder Postkarten! (Eine kleine Anleitung dazu findet ihr auf der RoHi-Homepage.)

Alles mit Stichwort Jo versehen und an:
Rote Hilfe Stuttgart – Böblingerstr. 105 – 70199 Stuttgart
Solidarität ist unsere Waffe!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bericht der Gedenkkundgebung für Lilo Herrmann

Heute vor 82 Jahren, am 20. Juni 1938, wurde die Antifaschistin und Widerstandskämpferin Lilo Herrmann von Faschisten ermordet. Um an sie und ihr mutiges Handeln zu erinnern haben wir heute gemeinsam eine Gedenkkundgebung veranstaltet. Mit einer Kranzniederlegung, Redebeiträgen und gemeinsamer Nelkenniederlegung wurde an Lilo erinnert und deutlich gemacht, dass ihr Leben und ihr politischer Kampf unvergessen bleiben.

Lasst uns nicht nur heute an Lilo gedenken, sondern ihren Kampf für eine befreite Gesellschaft als Aufforderung sehen, ihn weiter zu führen.

Zitat aus einer Rede:

„Zu erinnern heißt zu kämpfen. Zu kämpfen, das heißt da weiter zu machen wo Lilo Herrmann gezwungenermaßen aufhören musste: im Leben für ein anderes, ein besseres Leben jenseits von Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung zu streiten!“

Viele Antifaschistinnen und Antifaschisten vor uns waren bereit wie Lilo Herrmann ihr Leben für den gemeinsamen Kampf zu opfern. Ihr Kampf und ihr Opfer sind unser Ansporn auch den Kampf gegen Faschismus und für eine befreite Gesellschaft weiterzuführen. In ihrer Tradition stehen wir heute, wenn wir uns dem Rechtsruck entgegenstellen – egal in welcher Form.
Der Kampf geht weiter!

Hier noch der Link zu einer lesenswerten Broschüre über Lilo Herrmann:
Zur Broschüre

 

Weiterlesen

SgR-Kundgebung gegen AfD-Veranstaltung am 24.05.2020

Am Sonntag, den 24. Mai will der Landesverband der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ in Stuttgart gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Wieder einmal versucht die AfD sich als die „Partei der kleinen Leute“ zu inszenieren, die gegen „die da oben“ agiert. Ihr Reden steht im krassen Gegensatz zu ihrer autoritären und unsozialen Politikrealität. Sie will nun auch auf den Zug der „Widerständigen gegen die Corona-Maßnahmen“ aufspringen und die (rechtsoffenen) Massen vom Wasen für sich gewinnen.

Wir werden das nicht unwidersprochen lassen, wenn Rechte in Stuttgart auf die Straße gehen wollen.Kommt daher zur Kundgebung von Stuttgart gegen Rechts um 12:30 Uhr auf den Marktplatz und lasst uns anschließend Protest gegen die rechte Stimmungsmache organisieren – bringt Schilder mit und mobilisiert in eurem FreundInnen- & Bekanntenkreis. Bringt auch Mundschutz mit – wir wollen wie bei den vergangenen Protesten weiterhin auf uns achten und Hygiene- & Abstandsregeln einhalten.

Stuttgart gegen Rechts-Kundgebung
12:30 Uhr auf dem Marktplatz

>> Wir halten euch über unsere Kanäle auf dem Laufenden; derzeit ist die rechte Veranstaltung von der Stadt untersagt, die AfD hat jedoch einen Eilantrag dagegen gestellt.

Diese Nazis waren auf der Kundgebung „Wir für das Grundgesetz“

Seit zwei Wochen finden bundesweit Kundgebungen zu den Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte statt. Unter den Personen, die sich vielerorts versammeln, tummeln sich auch zahlreiche Rechte: Blood&Honor-Nazis, Anhänger und Aktive der AfD, ImpfgegnerInnen, Corona-LeugnerInnen bis hin zu einer kruden Mischung an VerschwörungstheoretikerInnen, welche die Proteste als Bühne nutzen.

Auch in Stuttgart haben sich allerlei Rechte unter die Kundgebung gemischt.
Unter ihnen:
Oliver Hilburger, (Gründungsmitglied und Vorsitzender von „Zentrum Automobil“, ehemaliges Mitglied bei der Blood&Honor Band „Noie Werte“, Heilpraktiker und Impfgegner)
→ Hans Tolzin, (Impfgegner und Pseudowissenschaftler)
→ Wolfgang Röll (ehem. Sprecher KV AfD Stuttgart)
→ Hans Peter Stauch (Landtagsabgeordneter AfD-BW)
→ Andreas Mürter (Sprecher KV AfD Stuttgart)
→ Heinrich Fiechtner (BZS 23)
→ Michael Stecher (rechter Verschwörungstheoretiker)

Zwar möchte der Anmelder und Initiator der Kundgebungen, Michael Ballweg, laut eigenen Angaben angeblich die Vereinnahmung der Veranstaltungen durch Parteien unterbinden. Eine eindeutige Distanzierung zu rechten Organisationen und deren Mitglieder trifft er jedoch auch nicht. Für die kommenden Wochen sind weitere Kundgebungen angekündigt. Das wir dagegen protestieren werden ist klar.Haltet euch auf dem laufenden, wir sehen uns auf der Straße.Recherchebeitrag_Fertig

Film zur Antifa-Kneipe

Heute ist der zweite Freitag im Monat – heute wäre Antifa-Kneipe. Als Ersatz für unser monatliches Beisammensein bei kühlen Getränken, mit Input und Diskussion im Linken Zentrum Lilo Herrmann empfehlen wir euch einen Film zum Thema Widerstand gegen den Faschismus, den ihr zu Hause anschauen könnt: https://www.youtube.com/watch?v=6Pwb29TR-qc

Vor zwei Tagen jährte sich Elsers Ermordung zum 75. Mal – er wurde am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau umgebracht. Er war Mitglied des Roten Frontkämpferbundes und aufrichtiger Antifaschist. Am 8. November 1939 war er beteiligt am Attentat auf Hitler im Münchener Brüderbräukeller und wurde daraufhin in Konstanz verhaftet. Während der Haft wurde er in den Verhören mehrfach von der Gestapo misshandelt und zu einer Aussage gezwungen. Das wiederholt sich nach einer Verlegung nach Berlin. Nach seiner Haftzeit in München wurde er als „Sonderhäftling“ bis zum geplanten Schauprozess  ins KZ Sachsenhausen verbracht und später nach Dachau verschleppt und ermordet, wie viele entschlossene AntifaschistInnen kurz vor Kriegsende.

 

Was tun in Zeiten von Corona?

Das Corona-Virus breitet sich weiter aus – ExpertInnen gehen davon aus, dass sich ein Großteil der Bevölkerung damit infizieren wird und viele schwer erkranken und sogar sterben werden. Damit das kaputt gesparte Gesundheitssystem die Welle an Behandlungsfällen bewältigen kann, sind Kontaktverbote unerlässlich. Wir nehmen diese Pandemie ernst und rufen natürlich nicht zu Versammlungen auf, halten unsere Treffen nicht wie sonst ab, um gefährdete Personengruppen, aber auch uns selbst zu schützen. Trotzdem dürfen und wollen wir die antifaschistische Arbeit nicht gänzlich auf Eis legen. Was also tun in dieser Situation? Weiterlesen

Am 16.11. in Albstadt: Kalbitz entgegentreten

Am Samstag, den 16.11.2019 fahren wir nach Albstadt-Tailfingen um gemeinsam mit anderen AntifaschistInnen und dem Offenen Treffen gegen Faschismus & Rassismus Tübingen gegen die AfD-Veranstaltung mit Andreas Kalbitz zu protestieren. Treffpunkt für die Anreise aus Stuttgart ist um 16 Uhr am Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Der AfD-Kreisverband Zollernalb hat sich um sein sechsjähriges Bestehen zu feiern den Faschisten und Landesvorsitzenden der AfD in Brandenburg Andreas Kalbitz am 16.11 in die Zollern-Alb-Halle in Albstadt-Tailfingen als Festredner eingeladen. Immer wieder versucht die AfD sich in ländlichere Regionen zurückzuziehen, in der Erwartung, dort keinem Widerstand zu begegnen. Dass sie damit auf dem Holzweg ist, werden wir ihnen am 16.11. deutlich zeigen. Denn auch in Albstadt hat der Großteil der Leute keine Lust auf die rechte Hetze der AfD. Weiterlesen

Statement zum Vorfall in Fasanenhof

Am Mittwoch, den 31. Juli wurde im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof ein Mensch auf offener Straße am frühen Abend brutal getötet. Das Vorgehen des Täters ist schockierend.

Wie zu erwarten, lassen nach so einem Vorfall die Aasgeier und Scheißhausfliegen der AfD und anderer rassistischer Hetzer nicht lange auf sich warten. Wie gewohnt wird der Mord an einem Menschen instrumentalisiert und für die eigene politische Agenda missbraucht. Die Heuchelei und Aufstachelung dieser Kräfte wurde zuletzt z.B. in Chemnitz deutlich, was in pogromartigen Angriffen von AfDlern und bekennenden Nazis auf migrantisch aussehende Menschen und Andersdenkende mündete.

Ungeachtet der trockenen Fakten, nämlich seit Jahren stabil bleibende Zahlen an Morden in Deutschland, ist die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere in den „sozialen Medien“, geschürt von AfD und Co. eine andere. Das geschieht in einer Gesellschaft, in der jeden dritten Tag im Schnitt eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet wird, Tausende an den EU-Außengrenzen durch unterlassene Hilfeleistung umgebracht werden und – ganz unmartialisch und öffentlich unsichtbar – Hunderttausende schleichend an den Anforderungen, ökonomischen Zwängen und ihren Folgen Stück für Stück vor sich hin vegetieren und zugrunde gehen. Kurz gesagt, wir leben in einer gewalttätigen Gesellschaft, in der Unrecht und Mord an der Tagesordnung steht, wenn auch meistens nicht in der „Spektakelform“, die hier auf ekelhafte Art und Weise inszeniert wird.

Somit ist das Spiel von AfD und Konsorten gewohnt, durchschaubar und abstoßend.

Wir lassen uns auf dieses Spiel von „Welcher Mord ist schlimmer / Welchen Pass hat der Täter“ nicht ein und werden jeder Form der Instrumentalisierung von Rechts entschieden entgegentreten!

Stattdessen stehen wir ein für eine Gesellschaft, in der der Mensch nicht von anderen Menschen oder den Verhältnissen geknechtet wird, auch wenn dieses Ziel noch entfernt scheint. Wir streiten für ein solidarisches Miteinander, das wir schon heute im Keim aufbauen und verteidigen werden.

AABS 1. August 2019

Kleine Wahlnachlese des AABS

Im Wahlkampf gab es viel zu tun: Infostände stören wie in Vaihingen, eigene Inhalte auf die Straße tragen wie in Karlsruhe oder dafür sorgen, dass Parteien wie die AfD nicht das Stadtbild prägen.

Aber der Kampf gegen Rechts hat weder im Wahlkampf begonnen noch sollte er am Wahlabend enden. Wenn man die Wahlergebnisse in Stuttgart mit anderen Bundesländern vergleicht könnte man sich ja entspannt zurück lehnen, denn die AfD hat mit ihren 6,3% nicht erheblich an Stimmen gewonnen.

Doch das Wahlergebnis allein ist nicht entscheidend. Weiterlesen

Kommt alle zum antifaschistischen Wahlabend!

wahlplakatSeit mehreren Wochen beschäftigen uns die anstehenden Kommunal- und Europawahlen. Viele haben in diesem Zuge eigene Plakate, die die Inhalte der AfD demaskieren verklebt, Propaganda der AfD aus dem Stadtbild entfernt und deren Infotische gestört.

Doch mit dem Verstreichen der Wahlkampfphase und des Wahltages hört das Problem der AfD und der gesellschaftliche Rechtsruck der übrigen Parteien leider nicht auf – dementsprechend darf auch unsere antifaschistische Arbeit an diesem Punkt nicht stehen bleiben.

Um einerseits einen Blick in die Zukunft zu werfen und gleichzeitig die vergangenen Wochen gemeinsam abzuschließen, laden wir alle am Abend des 26. Mai 2019 ins Linke Zentrum Lilo Herrmann ein.

Zusammen wollen wir uns die aktuellen Hochrechnungen anschauen, über die Bedeutung von Wahlen für uns als AntifaschistInnen an sich und perspektivische Aktionenideen, auch nach der Wahl, gegen den Rechtsruck diskutieren. Außerdem wird es Essen und Getränke geben, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

26. Mai 2019 | 18 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann