Bericht zur Kundgebung „Oury Jalloh – Das war Mord!“ 06.01.2018

Heute, am 6. Januar fand die Gedenkkundgebung zum Mord Oury Jallohs am Schlossplatz in Stuttgart statt. Mehr als hundert Leute besuchten die Kundgebung und zeigten sich interessiert an diesem Thema.

Neben dem AABS, hielt auch die VVN-BdA, der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und ein Aktivist der Geflüchteten-Selbstorganisation eine Rede, in welcher der Rassismus und die Brutalität der Bullen und die Allgegenwärtigkeit von Rassismus gegenüber MigrantInnen aufgezeigt wurde. Auch die Verstrickungen des Staates in  die faschistische Terrorgruppe NSU wurden aufgeführt. Sie zeigen deutlich, dass es in Teilen des deutschen Staatsapparates mehr als nur heimliche Sympathie für Faschisten gibt und diese mit Geld, Waffen und Aktenvernichtungen aufbaut und unterstützt.

Darüber hinaus wurde auch ganz direkt zum Handeln gegen Rassismus, „racial profiling“ und ähnlichem aufgerufen. Alles in allem eine gelungene Kundgebung zu einem wichtigen Thema, das es leider erst 13 Jahre nach dem Mord an Oury Jalloh die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient!

Morgen, am 7. Januar findet in Dessau die jährliche Gedenkdemonstration statt. Wir wünschen allen, die diese Demo organisieren oder besuchen viel Erfolg dabei, das Thema laut und deutlich auf die Straßen Dessaus zu tragen und den Filz von Polizei und Justiz direkt anzugehen!

 

Weitere Infos zu dem Fall finden sich auf der Seite der „Initiative Oury Jalloh“

 

Im folgenden möchten wir noch die Reden auf der Kundgebung dokumentieren.

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06. Januar – Kundgebung: Oury Jalloh, das war Mord! Freund und Helfer? – Rassist und Mörder!

Samstag, 6. Januar – 15:30 Uhr – Schlossplatz

Wir organisieren mit der VVN-BdA Stuttgart zusammen eine Kundgebung gegen den rassistischen Polizeiapparat und den Filz von Polizei und Justiz. Anlass ist der Jahrestag des Mordes an Oury Jalloh durch Polizeibeamte in Dessau und die nun 13 Jahre andauernden Vertuschungen und Lügen offizieller Stellen. Mehr Hintergründe zu dem Fall findet ihr im gemeinsamen Aufruf:

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Faschisten entgegentreten! Am 3. Dezember auf nach Göppingen!

Göppingen war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz rechter und faschistischer Aktivitäten. Die ehemalige Neonazigruppe „Autonome Nationalisten Göppingen“ fiel in der Region durch rechte Sticker, Schmierereien, Kundgebungen und süddeutschlandweite Aufmärsche auf, bis hin zu körperlichen Übergriffen auf politisch Andersdenkende. Während eines Verbotsverfahrens vor dem Oberlandesgericht saßen die führenden Köpfe über Monate in Untersuchungshaft. Die Gruppe wurde vorerst verboten. Nach der Haftentlassung gründeten sie den „Stützpunkt Württemberg“ der faschistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“. Hauptschwerpunkt des „III. Wegs“ ist die rassistische Mobilisierung gegen geflüchtete Menschen und deren Unterkünfte. In der Vergangenheit störten sie Bürgerversammlungen, verteilten Flyer und organisierten Infostände und Kundgebungen in Göppingen und Umgebung. Weiterlesen

Kundgebung: Kein Platz für Rassismus! Nicht beim Fußball oder sonst wo!

Am Sonntag Abend nach dem EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die der Ukraine ereignete sich ein brutaler rassistischer Angriff mitten in der Stuttgarter Innenstadt:
Ein Mensch mit dunkler Hautfarbe, der auf dem Weg nach Hause war, wurde von zwei Rassisten aus dem Auto heraus bedroht („Lauf, Schwarzer!“) und dann mit einer Gaspistole beschossen. Das geschah inmitten des Autokorsos zum Sieg der deutschen National-Elf.

Wir dulden keinen Rassismus in unserer Stadt – ganz egal, ob dieser bei solchen Groß-Events stattfindet oder im normalen Alltag!

Daher rufen wir zu einer antifaschistischen Kundgebung unter dem Motto „Kein Platz für Rassismus“ am Mittwoch, den 15. Juni um 16:30 Uhr auf dem Schlossplatz auf.

Lasst uns gemeinsam laut sein gegen Rassismus und die Menschen auffordern, keine rassistischen Bemerkungen oder gar Übergriffe dieser Art zu tolerieren, sondern Nazis & Rassisten immer und überall konsequent Kontra zu geben!

Unser Text zu den Geschehnissen und was man dagegen tun kann: Weiterlesen

Gegen den AfD-Landesparteitag – 23. April in Waiblingen

landesparteitag-waiblingenDie AfD will am 23. April in Waiblingen im Bürgerzentrum ihren Landes-Parteitag abhalten. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und wollen den Tag als Protest-Warm up für den Bundesprogrammparteitag am 30. April in der Stuttgarter Messe nutzen.

Kommt mit uns nach Waiblingen, denn es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die Kundgebung beginnt um 9 Uhr direkt vor dem Bürgerzentrum.
Treffpunkt für die gemeinsame Anreise mit der Bahn von Stuttgart aus ist um 7:55 am Hauptbahnhof | Arnulf-Klett-Passage | Le Crobac

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„Demo für Alle“ und Proteste dagegen am 28. Februar

Die nächste „Demo für Alle“ in Stuttgart rückt immer näher; haltet euch den 28. Februar für Aktionen gegen die reaktionären, rechten Hetzer frei, kommt nach Stuttgart und tragt mit uns vielfältigen Protest auf die Straße!

Das Aktionsbündnis gegen die „Demo für Alle“ plant auch schon einiges, hier die Infos dazu:
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Gegen AfD-Hetze – Für ein solidarisches Miteinander!

aabs-flyer1 Ein Parteitag jagt den anderen und irgendwann ist natürlich auch die „Alternative für Deutschland“ dran. Sie selbst sehen ihr „Alternatives Dreikönigstreffen“ am 6. Januar in Cannstatt als Wahlkampfauftakt für die Landtagswahlen im März – für uns ist es der Auftakt, ihrem Wahlkampf entgegenzuwirken und die Flamme im Keim zu ersticken.

Die AfD ist eine Partei, die offenkundig Lohn- und Sozialleistungskürzungen, mehr Repression und Überwachung fordert, um die „allgemeine Krise“ in den Griff zu bekommen. Für die Auswirkungen des kapitalistischen Systems machen sie nun in ihrer Hetzpropaganda hauptsächlich Geflüchtete verantwortlich. Auch andere Minderheiten und Unterdrückte kommen ihnen zur Argumentation recht – offener Rassismus, Homophobie und Antifeminismus sind fester Bestandteil ihrer rechten Politik. Die AfD ist somit nicht nur ein Part des gesellschaftlichen Rechtsrucks, sondern befördert ihn und kanalisiert den Unmut vieler BürgerInnen über die bestehenden Verhältnisse.

Während Flüchtlingsunterkünfte angegriffen und in Brand gesteckt werden befeuern sie das Feuer des Hasses in den Köpfen. Ihre Hetze richtet sich auch nicht nur gegen Geflüchtete, sondern auch gegen gesellschaftliche Fortschritte und all jene, die in ihrem leistungsbezogenen, elitären Weltbild keinen Platz haben. Das wiederum bietet einen Nährboden für rechte jeglicher Couleur.

Die Politik der AfD ist ein Angriff auf viele von uns – deshalb dürfen wir sie nicht weiter ihre Hetze ohne unseren Protest betreiben lassen. Das „Dreikönigstreffen“ bietet direkte Möglichkeit, sich ihrer rechten Propaganda entgegenzustellen. Es liegt an uns, ihnen weitere Erfolge zu erschweren und der „Alternative für Deutschland“ mit einer tatsächlichen Alternative entgegenzuwirken.

Kommt am 6. Januar um 13:00 Uhr zur Kundgebung am Kursaal in Cannstatt.

Für ein solidarisches Miteinander, gegen die rechte Hetze der AfD!