Facettenreicher Protest gegen den AfD-Spuk in Zuffenhausen-Rot

Ungeachtet der frühen Uhrzeit von werktags 17 Uhr, versammelten sich gut 50 AntifaschistInnen, um dem Spuk der AfD in Stuttgart-Rot Einhalt zu gebieten.

Nachdem wir uns auf einem Platz nahe der U-Bahn-Haltestelle versammelt hatten, zogen wir mit einer Spontandemonstration in Richtung Bürgerhaus Rot, wo die Veranstaltung der AfD stattfand. Mit Flyern und lautstarken Parolen informierten wir die Nachbarschaft über die geplante Hetze in ihrem Viertel.

In Folge der kurzen aber entschlossenen Proteste, entschieden wir uns unsere Proteste nicht von den staatlichen Repressionsbehörden und der AfD bestimmen zu lassen. Deshalb zogen wir in Kleingruppen durch die Viertel um auf verschiedenste Weise unsere Ablehnung kreativ auf die Straße zu bringen.

Es wurden nicht nur die Straßen von rechter Hetze gesäubert, die AntifaschistInnen verbreiteten zusätzlich ihre eigene Botschaft in den Staßenzügen in Stuttgart-Rot. Dazu setzte man auf verschiedenste Mittel, wie dem Hinterlassen von Stencils, Plakaten oder Stickern. Zudem wurden Flyer in Haushalte verteilt und Transpis aufgehangen. Die AnwohnerInnen nahmen die Aktionen positiv auf und positionierten sich gegen die rechte Vereinnahmung ihres Stadtteils.

Gesamt betrachtet können wir von einem erfolgreichen Tag sprechen. Auch wenn durch ein massives Polizeiaufgebot die Veranstaltung nicht verhindert werden konnte, ist die Vernetzung mit der örtlichen Bevölkerung gut gelungen. Auch die Tatsache dass die AfD-Veranstaltung trotz hochkarätigen Referenten schlecht besucht war, bleibt ein Teilerfolg des antifaschistischen Protests. Denn auch im Vorhinein wurde durch mehrmaliges Flyern, die BewohnerInnen Stuttgart-Rots über den rechten Vereinnehmungsversuch aufgeklärt.

Auch zukünftig muss gelten, der AfD immer und überall entgegenzutreten, wo sie auftaucht. 365 Tage im Jahr antifaschistisch kämpfen!

Stuttgarter Antifas in Rottenburg vor Gericht

>> Prozessbeginn: 04.11.2019 | 8 Uhr | Amtsgericht Rottenburg | Obere Gasse 44 (Vorkontrollen!)

>> Anreise aus Stuttgart: Treffpunkt 6:30 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Stuttgart

Eine längere Vorgeschichte: Im April 2017 attackierten Faschisten der Nazipartei „Der Dritte Weg“ einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg. Im Nachgang ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft schnell aber nur noch gegen zwei Antifas aus Villingen-Schwenningen, die sich erfolgreich verteidigten. Ihre Wohnung wurde durchsucht, das Gericht verurteilte sie im Juli 2018 zu hohen Geldstrafen und die Faschisten erhielten staatlicherseits keine Sanktionen. Die Nazis wurden als Zeugen und „Opfer“ behandelt. Einer der Faschisten des „Dritten Wegs“ verließ im Juli 2018 das Gericht nach seiner Zeugenaussage. Auf dem Nachhauseweg wurde er angegriffen. Zwei Antifaschisten aus Stuttgart wird nun vorgeworfen, diesen Angriff verübt zu haben. Weiterlesen

Gegen den Spuk der AfD – Für eine Welt ohne Rechte Hetze

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An diesem Donnerstag möchte die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ in Stuttgart-Rot einen Bürgerdialog abhalten. Die angebliche Informationsveranstaltung soll unter dem Motto „Umweltschutz & Arbeitsplatz – Zukunft der Automobilindustrie“ laufen. Was sie als Austausch über die Zukunft der Arbeitsplätze ausgeben, dient eigentlich dem Verbreiten ihrer Hetze unter den Werktätigen. Dabei will sich die hochkarätige „AfD-Prominenz“ als angebliche Verteidiger der ArbeiterInnenrechte geben. Wenn man sich die Referenten jedoch genauer anschaut ist nicht schwer zu erkennen, dass es bei der Veranstaltung eben nicht um die Verbesserung von Arbeitsrechten gehen soll. Denn die geladenen Referenten widersprechen allem was der werktätigen Bevölkerung nutzt!

Dr. Dirk Spaniel beispielsweise kommt aus einer ehemaligen Leitposition bei Daimler, Corinna Miazga war Vertragsprüferin in der Automobilindustrie und Jürgen Braun ist der ehemalige Leiter von dutzenden Fernsehredaktionen. Alle sind Mitglieder des Bundestages, alle kommen aus ehemaligen Führungspositionen und alle haben ein stark rechtes Gedankengut.

Doch auch die Scheingewerkschaft „Zentrum Automobil“ lässt sich solche Veranstaltungen nicht entgehen. Erst vor kurzem hat diese mit der AfD, und unter anderem Dirk Spaniel, in Herrenberg eine Veranstaltung abgehalten. So ist es auch dieses Mal nicht unwahrscheinlich, dass sie aufkreuzen, um ihre Propaganda zu verbreiten. Zentrum selbst versucht mit reaktionärem Gedankengut die ArbeiterInnen zu spalten und eine Vernetzung dieser untereinander zu verhindern. Dadurch wiederum soll es ihnen so schwer wie möglich gemacht werden, für ihre Rechte einzustehen und sich real gewerkschaftlich zu organisieren.

So eine Veranstaltung können und werden wir nicht tolerieren!

Rechte Hetze, egal unter welchem Deckmantel sie auch verbreitet wird, hat weder in S-Rot noch sonst wo etwas zu suchen. Deswegen kommt alle am 31. Oktober um 17 Uhr zur Haltestelle Schozacher Straße und beteiligt euch an den Protesten. Lasst uns gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft einstehen!

Solidarität statt Hetze- AfD raus aus Ludwigsburg!

ludwigsburgHeute Abend will die AfD in Ludwigsburg unter dem Motto „Sicherheit, Werte und Wohlstand für Deutschland!“ eine Veranstaltung abhalten. Geladen sind die drei Bundestagsabgeordneten Alice Weidel, Martin Hess und Volker Münz.
Aber auch in Lubu gilt: Kein Raum für rechte Hetze!
>> Treffpunkt ist um 17:10 Uhr am Hauptbahnhof Stuttgart (Le Crobag)

 

Gegen die AfD – in Herrenberg, Tübingen & Stuttgart

Ergebnisse des Nachbereitungs- und Perspektivetreffens zu den Protesten gegen den AfD-Stammtisch in Herrenberg-Gültstein

Anlässlich der wiederholten öffentlichen Auftritte des AfDOrtsverbandes Herrenberg fand am 15. Oktober ein gemeinsames Nachbereitungs– und Perspektivetreffen zu den Protesten der letzten Veranstaltung in Gültstein statt. (Link Aufruf)

Durch eine zwar kurze, aber dennoch gelungene Mobilisierung, bei der bereits im Vorfeld auch die GültsteinerInnen durch Flyer auf den AfD-Stammtisch in ihrem Ort aufmerksam gemacht wurden, trafen sich am Mittwochabend, den 9. Oktober AntifaschistInnen von vor Ort als auch aus den umliegenden Regionen in Gültstein, um der AfD ihren gemeinsamen Widerstand entgegenzusetzen. Direkt vor dem Gasthaus „Zom Kronawirt“ begann ab 18:30 Uhr eine Kundgebung und auch aktive Proteste. Weiterlesen

Rechten Terror stoppen

Stephan Balliet hat zwei Menschen erschossen und zwei schwer verletzt. Er wollte noch mehr. Er wollte ein Blutbad an deutschen Jüdinnen und Juden anrichten. Stephan Balliet wollte das tun, was deutsche Faschisten getan haben, und was sie immer noch wollen – Menschen töten, jüdische Menschen. Wie kommt er darauf? Was treibt so jemanden an?

Wir fragen uns, wie Menschen so etwas tun können, gerade in diesem Land, in dem schon einmal mehr als 6 Millionen Menschen industriell ermordet wurden.

Damals wie heute wurden und werden aber nicht nur Jüdinnen und Juden Ziel der Faschisten. In den Jahrzehnten nach der Shoah wurden in diesem Land Hunderte ermordet, Tausende Opfer von kleinen Anschlägen. Ziel sind immer Menschen, die aus irgendwelchen wahnsinnigen Gründen „nicht passen“ sollen. Natürlich: Zwischen der Tat von Gestern und rassistischem Mobbing oder faschistischen Drohschmierereien liegen Welten. Und doch geschieht es im selben Land. Weiterlesen

Rechten Terror stoppen! Kundgebung in Stuttgart

Bei einem Angriff in Halle hat ein Rechter zwei Menschen getötet hat und versuchte, die Feierlichkeiten in der dortigen Synagoge zu stürmen. In ganz Deutschland gibt es nun Solidaritätsaktionen.
Auch hier in Stuttgart organisieren wir am Donnerstag gemeinsam mit dem Bündnis Stuttgart gegen Rechts eine Kundgebung. Sie wird unter dem Motto „Rechten Terror stoppen!“ ab 18 Uhr am Rotebühlplatz stattfinden.
Uns ist schon lange klar, dass es rechte Strukturen und Netzwerke in Deutschland gibt, die über Waffen verfügen, von staatlichen Institutionen unterstützt und gedeckt werden und nicht vor Morden zurückschrecken. Der heutige Angriff stellt jedoch eine neue Qualität dar und schockiert uns, weil er ganz deutlich zeigt, wie weit Rechte gehen für ihre Überzeugung.
Das nehmen wir nicht länger hin und gehen daher auf die Straße um unsere Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. Und auch um klarzustellen, dass solche vermeintliche „Einzeltaten“ ihre Vorgeschichte und Hintergründe haben und Ausdruck des Rechtsrucks sind, den es auf verschiedenen Ebenen zu bekämpfen gilt!
„Rechten Terror stoppen!“
>> Donnerstag, den 10. Oktober 2019 um 18:00 Uhr am Rotebühlplatz