Blockaden und Störaktionen gegen AfD-Dreikönigstreffen

eingang blockiertHeute lud die „Alternative für Deutschland“ zum „A     lternativen Dreikönigstreffen“ im Cannstatter Kursaal ein – das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region rief zu Gegenprotesten auf.

Schon gegen 12:30 Uhr kamen die ersten AntifaschistInnen im Kurpark in Cannstatt an und blockierten direkt den Haupteingang des Veranstaltungssaals. Die AfD’ler, die bereits vor Ort waren (der Beginn des Dreikönigstreffens war auf 14 Uhr angesetzt), waren sichtlich verdutzt und riefen die Polizei, die bis dahin noch nicht vor Ort war. Bereits in der Nacht zuvor hatten AntifaschistInnen offensichtlich Initiative ergriffen, indem sie einige Fenster des Veranstaltungsortes zerstörten.

Rasch füllte sich der Platz vor dem Kursaal mit bis zu 200 AntifaschistInnen, orientierungslosen AfD-Anhängern und überforderten Polizisten, die nicht in der Lage waren die Blockaden zu räumen. Das nutzten die AntifaschistInnen, indem sie einen Nebeneingang zum Kursaal ebenfalls blockierten.

fichtner, gauland and friendsDie AfD-Anhänger gaben dabei ein Musterbeispiel dafür ab, weshalb antifaschistischer Protest gegen sie notwendig ist. Immer wieder provozierte etwa der AfD-Stadtrat Heinrich Fiechtner Antifaschistinnen etwa mit der Aussage: „Wärt ihr nur in Köln dabeigewesen, ihr gehört alle vergewaltigt“. Auch altbekannte Faschisten waren vor Ort, wie etwa Ulrich Schwarz, Ex-NPD-Kandidat, der sich in Gesellschaft der AfD’ler sichtlich wohl fühlte – und diese sich in seiner. So ist er wohl mit etlichen, auch aus dem Organisatorenkreis, bekannt, er schüttelte Hände und unterhielt sich angeregt.

Unter die fiechtner kommt nicht durchzahlreichen PressefotografInnen mischten sich immer wieder auch rechte Fotografen, die aber zurechtgewiesen wurden. Ein Fotograf der Internetrassistenplattform „PI-News“ versuchte ebenfalls sein Glück, wurde aber mit Nachdruck von der Kundgebung verwiesen und ließ sich nicht mehr blicken.

Alles in allem wurde der Beginn des Dreikönigstreffens massiv verzögert. Stargast Alexander Gauland konnte mit seiner Begrüßung erst mehr als eine halbe Stunde später beginnen. Auch viele übrige AfD’ler konnten erst nach einem Umweg über die Tiefgarage oder einen Hintereingang mit großer Verspätung in den Kursaal gelangen.

Die Polizei ging unterdessen – wie gewohnt – gegen den antifaschistischen Protest vor. Jede Provokation durch AfD’ler, welche von den AntifaschistInnen zurechtwiesen und weggedrängt wurden riefen aggressive Bullentrupps auf den Plan, die mit Drohungen, Tritten und Schlagstöcken gegen die AntifaschistInnen vorgingen.

Gegen 14:45 Uhr startete eine Spontandemonstration durch Cannstatt vom Kurpark zum Wilhelmsplatz und rundete damit einen erfolgreichen Jahresauftakt gegen rechte Hetze in Stuttgart ab.

Auch in Zukunft werden wir es nicht dulden, dass Rassisten, Sexisten und andere Reaktionäre in unserer Stadt öffentlichen Raum einnehmen. Das gilt besonders für die selbsternannte „Demo für alle“, die am 28. Februar wieder nach Stuttgart kommen will, sowie deren pseudo-wissenschaftlichen, sexistischen und homophoben Kongress am 23. Januar in der Liederhalle. Die AfD steht federführend hinter diesen beiden Aktionen.

Wir werden weiterhin gegen rechte Umtriebe vorgehen, besonders angesichts des anstehenden Landtagswahlkampfes.

Es gibt kein Recht auf rechte Propaganda!
Achtet auf Ankündigungen zu den nächsten Aktionen!

eingang blockiert 2fight antifeminism!polizei hilft blockieren

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