Antifa-Demo am 9. Mai in Stuttgart

flyer8maiAm Samstag, den 9. Mai findet anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus eine landesweite antifaschistische Demonstration in Stuttgart statt. Los geht’s um 13:00 Uhr in der Lautenschlager Straße am Hauptbahnhof. Lasst uns gemeinsam im Gedenken ein Zeichen setzen und zeigen, dass sich das Problem von faschistischen Umtrieben noch lange nicht erledigt hat.

Erinnern heißt kämpfen!

Auch wir unterstützen den Aufruf der VVN-BdA.
Wir haben zur Mobilisierung auch einen eigenen Text geschrieben; die AABS-Flyer gibt’s im Linken Zentrum Lilo Herrmann zum abholen und verteilen.

Unser Aufruf:

Vor 70 Jahren haben die alliierten Staaten der „Anti-Hitler-Koalition“ den deutschen Faschismus militärisch in die Knie gezwungen.

Am 8. Mai 1945 blieb den obersten Rängen der Wehrmacht nach fast sechs Jahren des Krieges nur noch die bedingungslose Kapitulation. Die faschistische Terrorherrschaft über ganz Europa, der von Deutschland ausgehende Weltkrieg, fanden ihr endgültiges Ende. Millionen von Menschen wurden bis dahin in der Vernichtungs-Maschinerie der Nazis umgebracht, Millionen mussten für die Befreiung ihr Leben lassen.

Der 8. Mai steht heute in zahlreichen Ländern für die Befreiung von Faschismus und Krieg. Der Tag lädt zum Feiern und mahnt zugleich vor der noch längst nicht gebannten Gefahr von Rechts. Wir sind heute weit davon entfernt, in einer Gesellschaft des „Friedens und der Freiheit“ zu leben, wie es sich die KZ-Häftlinge von Buchenwald in ihrem gemeinsamen Schwur einst ersehnt haben.

Die gesellschaftlichen Voraussetzungen für Rassismus und soziale Ausgrenzung sind nach wie vor gegeben. Solange die Lebensbedingungen der Bevölkerungsmehrheit von den Profitinteressen des Kapitals bestimmt werden, gehört die Spaltung der Menschen und die Suche nach Sündenböcken zu den unausweichlichen Folgen. Hauptsache die Verwertungsspirale läuft munter weiter. Kein Wunder, dass die junge Bundesrepublik nach dem deutschen Faschismus noch immer von Nazitätern und ehemaligen Profiteuren des Regimes durchsetzt war. „Entnazifizierung“? Fehlanzeige!

Und auch heute ist der Staat weit davon entfernt, konsequent gegen Faschisten vorzugehen. Staatlich gedeckter Naziterror wie im Falle des NSU-Netzwerks und ein Polizeiapparat, die bei rechten Umtrieben immer wieder Nachsichtigkeit zeigt, machen eines deutlich: Wenn es darum geht, Nazis zu stoppen, die regelmäßig für die geschichtliche Reinwaschung des Faschismus auf die Straße gehen, wenn den rassistischen Stimmungen gegen Flüchtlinge, oder den Aufmärschen homophober Fortschrittsfeinde wirklich etwas entgegengesetzt werden soll, kann dieser Staat kein Ansprechpartner sein. Antifaschismus geht nur selbstbestimmt und konsequent!

Es liegt an uns selbst, Bündnisse zu schmieden, um eine breite Front gegen die rechte Gefahr aufzubauen – gemeinsam mit allen, die aufrichtig für ein solidarisches Zusammenleben einstehen.

Am 8. Mai stehen wir zusammen, um an das zu erinnern, was nie vergessen werden darf. Wir schauen gemeinsam nach vorne, um den neuen Angriffen von Rechts mit gemeinsamer Stärke zu begegnen.

Heute wie damals: Kein Fußbreit dem Faschismus!

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