Antifaschistischer Stadtspaziergang und Spontandemonstration im Kreis Böblingen-Sindelfingen

Im Zuge der Kampagne „Sag NEIN! Keine Plattform für rechte Hetze“ fand am Freitag, den 23. Mai 2014 in Sindelfingen ein Stadtspaziergang mit anschließender Spontandemonstration statt, an dem sich ca. 30 AntifaschistInnen beteiligten. Während des Stadtspaziergangs wurden hunderte antifaschistischer Aufkleber verklebt, sowie Flyer an PassantInnen und in Briefkästen verteilt. Die Wahlplakate der faschistischen und rechtspopulistischen Parteien wurden dabei konsequenterweise entfernt. Anschließend zogen die AktivistInnen mit einer kämpferischen Spontandemonstration durch die Straßen Sindelfingens um den Abend mit einem kraftvollem Signal abzurunden. Auch umliegende Orte und verschiedenste Teile Stuttgarts wurden in den Stunden danach von rechter Propaganda befreit; knapp 200 NPD-, REP- und AfD-Schilder wurden abgehängt und fachgerecht entsorgt.

Keine Plattform für rechte Hetze!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Hintergründe

Europaweit befinden sich rechtspopulistische oder gar faschistische Kräfte im Aufwind, ganz egal ob es um die „Goldenen Morgenröte“ in Griechenland, der „Jobbik“ in Ungarn, der „Front National“ in Frankreich oder „AfD“ in Deutschland gehtund habenleider immer mehr Zulauf, ob auf parteilicher oder organisierter außerparlamentarischer Ebene. Während des Europa- und Kommunalwahlkampfs versuchen nicht nur bürgerliche Kräfte Stimmen zu gewinnen, sondern auch Parteien wie die „Alternative für Deutschland“, die „Republikaner“ und die „NPD“.

Einer der Wahlkampfhochburgen der NPD in Baden-Württemberg ist der Kreis Böblingen-Sindelfingen. Dort wohnen mehrere „NPD-Nazis“, die immer wieder versuchen durch Flugblätter, Sticker, und Plakaten ihre menschenverachtende Propaganda zu streuen und mit ihren einfach gestrickten Parolen Stimmen zu fangen und dadurch mehr Einfluss und Öffentlichkeit zu bekommen. 2009 gelang dies bereits schon einmal dem wohl aktivsten sogenannten „Nationaldemokraten“ Janus Nowak; dieser sitzt seit den letzten Kommunalwahlen im lokalen Kreisrat. Auch 2014 kandidiert er erneut für den Kreisrat in Sindelfingen. Nowak ist zwar das Gesicht der NPD in der Region, jedoch nicht der einzige aktive Neonazi im Landkreis. Auch Roland Watz in Böblingen, Oscar Fernbacher in Leonberg und Heiko Köhler in Herrenberg treten für die NPD bei den Kommunalwahlen an.

Quelle: linksunten

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