Proteste gegen homophobe Demo in Stuttgart

Übersichtsbild+++ Homophobe Demo erneut gestört +++ fundamentale Christen, Rassisten, Homohasser und Nazis Hand in Hand +++ Polizei kesselt und knüppelt auf AntifaschistInnnen +++
Am Samstag, den 01.03.2014 rief eine gefährliche Allianz aus fundamental-christlichen, homophoben und offen rechten Organisationen (PI, AfD, Bürgerbewegungen Pax Europa u.a.) bereits zum zweiten Mal zur Kundgebung und Demonstration gegen den Bildungsplan der Landesregierung, welche die sexuelle Vielfalt beinhaltet, auf. Über 800 Homophobe, Rechtspopulisten und Rassisten folgten dem Aufruf und sammelten sich ab 14 Uhr auf dem Schlossplatz. Unter die „Homohasser“ mischten sich einige Neonazis. Neben dem Neonazi Fabian Köters wurden auch weitere Nazis aus Pforzheim erkannt und mussten sich frühzeitig von der Demo entfernen.

Neben der angemeldeten Gegenveranstaltung der IG CSD in Form eines Schweigemarschs vom Marktplatz aus, beteiligten sich wie bereits am 01. Februar viele Menschen an den direkten Protesten. Lautstark machten die AntifaschistInnen darauf aufmerksam, dass innerhalb der Allianz aus AfD, PI und anderen Fundamentalisten mehrere Nazis offen auftreten und sich auch sichtlich wohl fühlen. Die VielfaltgegnerInnen riefen immer wieder Parolen wie „Kinder brauchen Liebe – keinen Sex“, um sich als besorgte Eltern zu geben, die gegen eine vielfältige Sexualkunde in der Schule sind. Einige der Konservativen sangen fast schon in Trance während der gesamten Veranstaltung christliche Lieder und viele Schilder zeugten von Ansichten wider der Evolution.

Völlig egal schien ihnen dabei zu sein, dass sie gemeinsam mit Nazis demonstrieren. Damit schlug ihr Plan fehl, sich als vernünftige Menschen darzustellen, die sich lediglich um ihre Kinder sorgen. Eine eigene Sicherheitsstruktur trug ihr übriges dazu bei, indem sie auf GegendemonstrantInnen einschlugen und  Nazis in Schutz nahmen anstatt sie von der Demo zu verweisen. Es stellt sich offen die Frage, ob und wie weit die Vernetzung zwischen Pius Brüdern, orthodoxen Christen und  Nazis besteht.

Trotzdem konnte die Demo immer wieder aufgehalten werden. Nur durch massive Schlagstockeinsätze der Polizei konnte die Demo ihre geplante Route bis zum Staatstheater gehen. Einige AntirassistInnen wurden über eine längere Zeit auf dem Schlossplatz in einem Kessel festgehalten, andere erlitten leichte Verletzungen durch das harte Durchgreifen der Polizei und der Sicherheitskräfte.

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