Kundgebung zum Holocaust Gedenktag. Die Geschichte mahnt: Antifaschistisch aktiv werden!

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit. Diesem Anlass wird jedes Jahr an diesem Tag unter dem Namen „Holocaust Gedenktag“ den Opfern der Nazis gedacht. In diesem Jahr rufen wir gemeinsam mit der Initiative Antifaschistische Filder zu einer Kundgebung am Mahnmal des ehemaligen KZs Bernhausen/Echterdingen auf.

In den Jahren 1944 und 1945 mussten jüdische Zwangsarbeiter:innen Bombenschäden am Stuttgarter Flughafen ausbessern, sowie eine Verbindungsbahn zwischen Flughafen und Autobahn bauen. Untergebracht wurden sie unter menschenunwürdigen Umständen in einem Hangar. Mindestens 119 Menschen kamen in Folge dessen zu Tode.

Ihnen und allen anderen Opfern des Faschismus möchten wir mit dieser Kundgebung gedenken – und dabei die Konsequenz aus der Geschichte ziehen: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Antifaschistisch aktiv werden, hier und heute!

Freitag, 27.01.23 | 18:30 Uhr | KZ Gedenkstätte Bernhausen/Echterdingen
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise aus Stuttgart: 17:45 Uhr, Linkes Zentrum Lilo Herrmann

Unsere Solidarität gegen ihre Repression – An Silvester zum Knast!

Staatliche Repression ist, nicht erst 2022, ein steter Begleiter aktiven und selbstbestimmten Antifaschismus geworden: Angefangen bei Druck mittels polizeilicher Beschuldigten-Vorladungen, wie jüngst im Nachgang der Blockade des AfD-Bühnen-LKWs am 12. November, bis hin zum schärfsten vorgesehenen Mittel des Knastes! Mit Findus, Dy und Jo sitzen derzeit drei Stuttgarter Antifaschisten in Haft. Wir rufen daher, gemeinsam mit revolutionären Strukturen dazu auf, am Silvesterabend rund um den Knast in Stuttgart-Stammheim die dort inhaftierten politischen und sozialen Gefangenen zu grüßen und ein starkes, kollektives Zeichen des Trotzes gegen ihre Repression zu setzen! 17 Uhr, U-Bahn Haltestelle Stammheim.

Im Folgenden dokumentieren wir den diejährigen Aufruf:

An Silvester 2022 zum Knast! Kriminell ist das System. Unsere Solidarität gegen ihre Repression.

Das Jahr 2022 brachte für Revolutionär:innen, die linksradikale Bewegung aber auch für Jugendliche, Gewerkschafter:innen und Beschäftigte in Stuttgart neue Momente staatlicher Repression hervor.

Anfang November wurden zwei linke Aktivisten wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Stuttgarter „Krawallnacht“ zu Haftstrafen von mehr als 3 Jahren verurteilt und unser Genosse Jo trat im August die Haftstrafe an, die ihm vom bürgerlichen Staat für seine angebliche Beteiligung an einem Angriff auf Mitglieder der rechten Pseudo-Gewerkschaft Zentrum Automobil aufgebrummt wurde. Gegen Aktivisten der kurdischen Bewegung wurde im November erneut ein Verfahren wegen angeblicher Mitgliedschaft in der PKK nach dem absurden „Terrorparagraphen“ §129b eröffnet und mehrere kurdische Genossen sitzen in Rahmen dieses Prozesses aktuell in Stammheim im Knast.

Aber nicht nur durch Haftstrafen zeigt sich das rigorose Vorgehen gegen Links in Stuttgart. Der diesjährige 8. März war ein Schulterschluss zwischen klassenkämpferischer feministischer und gewerkschaftlicher Bewegung – eine Zusammenarbeit, die den Bullen und ihren Chefs in den Spitzenpositionen wohl nicht passte. So wurde nicht nur die 8. März-Demonstration schikaniert und mehrmals angegriffen, auch im Nachhinein wurden mehrere Verfahren gegen Aktivist:innen eröffnet und versucht einen Keil zwischen die Bündnispartner:innen zu treiben. Ähnlich martialisch traten die Bullen gegen eine Demonstration anlässlich des abgesagten AfD-Landesparteitages in Stuttgart im Juli auf. Mit absurden Begründungen verhinderten die Bullen die Demonstration und nahmen willkürlich Aktivist:innen fest. Bundesweit lässt sich im Rahmen der Aktionen der „letzten Generation“ eine massive verbale Zuspitzung beobachten. Man muss kein Fan der Aktionen der letzten Generation sein, aber in ihrem Rahmen lassen „liberale“ Politiker:innen jede Maske fallen und fordern ganz offen Schutzhaft wegen vollkommen gewaltfreier Aktionen.

All diese Momente des Widerstandes unterscheiden sich voneinander. Sei es aufgrund der tagespolitischen Interessen, die im Fokus standen – von selbstbewusstem Antifaschismus, über rassistische Polizeigewalt bis hin zum klassenbewussten Frauenkampf. Sei es in den Ebenen der Militanz und dem Charakter der Aktionen, sowie in der Zusammensetzung des Widerstandes. Auch die Repression, die diese Kämpfe trifft, nutzt verschiedene Mechanismen – von Polizeipräsenz, -Schikane und -Gewalt über Geldstrafen bis zum Knast. Sie alle verbindet allerdings, dass diese Momente des Widerstandes ihr Potenzial, die bestehenden kapitalistischen Verhältnisse in Frage zu stellen, durch eine Straßenpraxis und direkte Aktionen konkret gemacht haben. Nun sollen sie von den herrschenden politischen und juristischen Instanzen eingeschüchtert, zermürbt und letzten Endes zerschlagen werden.

Allein in Baden-Württemberg sitzen mittlerweile 3 Antifaschisten in Haft, und es stehen hier weitere Prozesse an, bei denen Hafturteile möglich sind. Das ist nicht nur hier der Fall: Seit über 2 Jahren sitzt die Leipziger Antifaschistin Lina im Knast, weil sie militante Interventionen gegen Nazifunktionäre organisiert haben soll. Der Knast als Mittel staatlicher Repression ist für uns als Bewegung immer konkreter und greifbarer Teil unserer politischen Realität. Je weiter wir unsere Kämpfe und Organisationen aufbauen, desto eher werden wir mit Repression und damit auch dem Knast konfrontiert werden. Denn die Repression ist Werkzeug der herrschenden Klasse, um die bestehenden Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Das umfasst auch, kämpferische Bewegungen, die diese Verhältnisse in Frage stellen, möglichst im Keim zu ersticken. Wir werden nicht angegriffen, weil wir aktuell eine Gefahr für dieses System sind, wir werden angegriffen, weil wir das Potenzial haben zur Gefahr zu werden.

Dass wir eine Gefahr für dieses System werden müssen – dass dieses System gestürzt werden muss, zeigt sich aktuell mal wieder in den verschiedensten Facetten: Während die Inflation in den zweistelligen Bereich steigt und die Schlangen vor den Tafeln immer länger werden, machen Waffen- und Energiekonzerne Rekordgewinne und der Luxus-Champagner Moet ist ausverkauft, weil die Bonzen auf ihre Krisengewinne anstoßen. Und während korrupte CDU- Politiker für ihre illegalen Maskendeals höchstens eine Ermahnung bekommen und die Millionen Euro Schmiergeld sogar behalten dürfen, kommen jedes Jahr 56.000 Menschen in den Knast, weil sie eine Geldstrafe für meistens Bagatelldelikte wie z.B. Ladendiebstahl oder Fahren ohne Ticket nicht bezahlen können.

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als einen Umgang mit den Angriffen der Repression zu entwickeln – insbesondere auch mit Haft. Die symbolische Überwindung der Knastmauern mit Briefen, Feuerwerk, Lautsprecherdurchsagen oder anderen kreativen Mitteln ist ein Anfang, um die Isolation und Trennung der Gefangenen von uns zu durchbrechen. An Silvester wollen wir genau das machen: Mit dem traditionellen Knastspaziergang an der JVA Stammheim wollen wir die Isolation der politischen und sozialen Gefangenen brechen und das neue Jahr revolutionär begrüßen.

Bericht zu den antifaschistischen Protesten gegen die AfD Kundgebung am 12.11. in Stuttgart

++ AfD mobilisiert hinter ihren Erwartungen ++ Antifaschistische Proteste prägen das Bild um den Marktplatz und behindern reibungslosen Ablauf der Rechten ++

Anknüpfend an die bundesweite Kampagne mit Demo-Höhepunkt in Berlin versuchte die Landes-AfD heute mit sozialen Themen zu punkten. Unter dem Motto „Gegen Armut, Not und Kälte“ mobilisierten die Rechten 300-400 Menschen auf den Stuttgarter Marktplatz.

Gemeinsam mit dem Stuttgarter Bündnis gegen Rechts und weiteren Unterstützer:innen riefen wir zu einer Kundgebung mit anschließenden Protesten auf. Nach knapp zweiwöchiger Mobilisierung stellten sich so heute an die 400 Antifaschist:innen den Rechten entgegen.

Beim Auftakt am Mahnmal für die Opfer des Faschismus gab es Beiträge vom Bündnis, ver.di und dem AABS. Thema unserer Rede war ein Blick auf die aktuellen Verhältnisse in Ostdeutschland und – daraus abgeleitet – die Notwendigkeit antifaschistischen Widerstands. Im Anschluss setzte sich die gesamte Kundgebung in Bewegung und zog in Richtung Marktplatz. Für einen kurzen Überraschungsmoment sorgte dabei, dass die Demo sich unterwegs teilte und von verschiedenen Zugängen zum Marktplatz strömte.

Dort wurden die Rechten von einem selbst für Stuttgarter Verhältnisse übermäßigen Aufgebot der Polizei mit zwei Wasserwerfern, mehreren Hundertschaften, Reiterstaffel, Drohne und LKW-Ladungen von Gittern geschützt. Die Serviceleistungen für die Rechten fingen aber schon früher an. Mit einem Brief an die angrenzenden Geschäfte und entsprechenden Pressemeldungen wurde das Bild anstehender Ausschreitungen samt Plünderungen gezeichnet.

Trotzdem solidarisierten sich heute erfreulich viele Passant:innen und einzelne Beschäftigte angrenzender Läden mit den lautstarken Protesten an den Gittern.

Kurzzeitig gelang es einer kleineren Gruppe Antifaschist:innen auf die rechte Kundgebung zu gelangen und dort Unruhe zu stiften.

Auch bei der Abreise wurde deutlich, dass eine AfD-Veranstaltung nicht reibungslos über die Bühne geht: So gelang knapp 100 Antifaschist:innen den 40-Tonner mit AfD-Infrastruktur für ca. 30 Minuten zu blockieren, sodass dieser gezwungen war in der Fußgängerzone zu wenden.

Dieser Tag hat gezeigt, dass die AfD mit 300-400 Kundgebungsteilnehmer:innen die großspurig angekündigte 1000er-Marke deutlich verfehlt hat. Dennoch stellen wir fest, dass sich landesweit ein Personenpotenzial in dieser Größenordnung zu verschiedenen Themen von den Rechten mobilisieren lässt, auch wenn dafür heute Anhänger:innen in einem eigens gecharterten Reisebus angekarrt wurden.

Erneut zeigt sich außerdem, welche Bindegliedsfunktion die Partei innerhalb der Rechten innehat: Mit auf dem Marktplatz dabei waren die „Identitäre Bewegung“, „Junge Alternative“, „Zentrum Automobil“, sowie etliche lokale Corona-Leugner:innen.

Ein Novum war, dass die über Jahre vertieften Gräben zwischen Kreis- und Landesverband für die heutige Veranstaltung offenbar überwunden wurden und ein einheitliches und geschlossenes Auftreten in der aktuellen Situation offensichtlich höher gewichtet wurde, als das Austragen der Widersprüche und Linienkämpfe innerhalb der Partei.

An die heutigen antifaschistischen Proteste lässt sich insofern anknüpfen, als dass es gelang, mehr Menschen als bei vergangenen Anlässen zu mobilisieren. Das ist auch notwendig, denn aller Voraussicht nach war das nicht die letzte rechte Krisenmobilisierung.

Genauso wichtig, wie den Rechten einen Riegel vorzuschieben, bleibt die Aufgabe, Krisengewinner:innen- bzw. -verlierer:innen klar zu benennen, den Kapitalismus als Ursache auszumachen und entsprechende linke Krisenproteste zu stärken!

Gegen die Regierung und gegen das System – sind Rechte keine Lösung, sondern ein Problem!

Letzte Infos zu den Protesten gegen die AfD-Kundgebung am 12.11. auf dem Stuttgarter Marktplatz

Seit etwa zweieinhalb Wochen mobilisiert die AfD zu einer ersten „Krisen-Kundgebung“ im Ländle auf den Stuttgarter Marktplatz. Die Initiative ging wohl vom im Juli neu konstituirten Landesverband aus, gleichwohl auch der Stuttgarter Kreisverband zur Beteiligung aufruft – was in der Vergangenheit angesichts der harten Flügelkämpfe selten war. Angemeldet hat die AfD großspurige 1000 Personen, auf Sharepics in Social Media und Telegram-Gruppen versucht sie den offensichtlichen Versuch an entsprechende Dynamiken in Ostdeutschland anzuknüpfen im Vorfeld als „Großdemo“ zu vermarkten. Ob sich am morgigen Samstag nun letztlich 50, 500 oder gar doch die angemeldeten 1000 Rechten in Stuttgart einfinden sollten: Wir werden sie mit unserem gemeinsamen und entschlossenen antifaschistischen Widerstand konfrontieren und deutlich machen!

Mit diesem Post erhaltet ihr die letzten, nötigen Infos.

Anlaufpunkt für Proteste:
Los geht es morgen mit der Kundgebung des Aktionsbündnisses Stuttgart gegen Rechts um 14:30 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus (am Alten Schloss).

Protest-Infrastruktur:
Neben der Kundgebung am Mahnmal wird weiterhin durchgehend ein angemeldeter Infopavillion in der Eberhardstraße auf Höhe der Rathauspassage bespielt. Außerdem haben die Demo-Sanitäter:innen Süd-West ihre Begleitung der Proteste – für alle Fälle – angekündigt.
Sollte es zu Festnahmen oder anderweitiger Repression der Bullen kommen, kümmert sich der Ermittlungsausschuss um die Unterstützung der Betroffenen. Die Struktur ist unter der in Stuttgart üblichen Nummer ab 14 Uhr telefonisch erreichbar: 0152 053 72 805.

Aktionskarte:
Das Bild dieses Infoposts zeigt den relevanten Bereich der Stuttgarter Innenstadt rund um den Marktplatz, inklusive der angemeldeten Gegenkundgebungen. Hier gibt es die Aktionskarte außerdem als PDF-Datei im A4-Format zum selber Ausdrucken, einige Exemplare werden jedoch auch vor Ort verteilt werden:

Anreisen:
Die Kundgebung in Stuttgart ist ein Vorstoß der Landes-AfD mit sozial klingenden Themen zu punkten bzw. Menschen zu mobilsisieren. Entsprechend haben auch aus verschiedenen Städten Baden-Württenbergs antifaschistische Strukturen Anreisen organisisert, um die Proteste zu supporten:

  • Waiblingen: 13:40 Uhr, Bahnhof
  • Herrenberg: 13:00 Uhr, Bahnhof
  • Nürtingen: 13:15 Uhr, Bahnhof Gleis 2
  • Schwenningen: 12:45 Uhr, Bahnhof
  • Pforzheim: 12:30 Uhr, Vor dem Hbf
  • Karslruhe: 12:00 Uhr, Hbf/Zooeingang
  • Heidelberg, 11:45 Uhr, Hbf

Der Reichspogromnacht gedenken! Nie wieder Faschismus!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen im gesamten Deutschen Reich sowie in Österreich und in der Tschechoslowakei. Angezündet von SA und SS, organisiert, vorbereitet und angeleitet von Partei, Regierung und Behörden des faschistischen Staates. Am nächsten Tag wurden mehr als 7.000 jüdische Geschäfte geplündert, zehntausende jüdische Menschen verhaftet und über 100 ermordet. Die Polizei verschleppte 26.000 jüdische Männer aus ganz Deutschland vor allem in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald.

Im Gedenken an diesen organisiserten Auftakt der Shoa findet in Stuttgart alljährlich am Abend des 9. November eine antifaschistische Gedenkkundgebung statt, zu der wir mit aufrufen und uns mit einer Rede zu aktuellen Aufgaben der antifaschistischen Bewegung beteiligen werden. Kommt am Mittwoch den 9.11. ab 18 Uhr auf den Cannstatter Marktplatz!

Weitere Informationen zum Kundgebungsprogramm, den diesjährigen Bündnisaufruf und Details zur anschließenden Abendveranstaltung über die Wannseekonferenz findet ihr auf dem Blog der Gedenk-Initiative: https://pogromnachtcannstatt.wordpress.com/

Am 12.11: Proteste gegen die AfD-Demo in Stuttgart

Am 12. 11 möchte der Landesverband der rechten AfD mit ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ eine Demo zum Thema „ Armut, Not und Kälte“ abhalten.

Alterantiven und Antworten zu den aktuellen Preissteigerungen, zu Krieg und Krise können niemals von Rechts kommen – sie werden immer eine Verschlechterung für uns alle bedeuten.

Deshalb stellen wir uns gegen die AfD und ihre vermeintlichen Antworten!

Haltet euch den Tag frei und achtet auf Ankündigungen.

Antifaschistische Proteste gegen den AfD-Landesparteitag auf den Fildern

Heute, am 16. Juli 2022 versammelten sich rund 200 Antifaschist:innen in Leinfelden-Echterdingen (bei Stuttgart), um gegen den Landesparteitag der AfD zu protestieren.

Nachdem die Rechten aufgrund massiven Drucks durch angekündigte antifaschistische Proteste ihren Parteitag vor zwei Wochen in Cannstatt kurzfristig verschoben, ermöglichte ihnen die Stadt als Miteigentümer:in des Messe-Geländes bereitwillig Ausweich-Räumlichkeit.

Die heutige Demo wurde von der „Initiative Antifaschistische Filder“, dem Bündnis „Stuttgart gegen Rechts“, Antifaschist:innen aus Nürtingen und uns (AABS) organisiert. Am Vormittag startete die Kundgebung auf dem Zeppelinplatz in Echterdingen mit verschiedenen Redebeiträgen. 

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Macht euch vom Acker! Protest gegen AfD-Landesparteitag

Anreise Stuttgart_AABSNachdem die AfD wegen des antifaschistischen Protests von Cannstatt abrücken musste, steht ihr lange ausstehender Landesparteitag am kommenden Wochenende an – in der Messe Stuttgart auf den Fildern. Auch wenn sie sich nun ins Umland der Landeshauptstadt zurückziehen will, werden wir klar machen, dass sie egal wo, nie ohne unseren Protest zusammenkommen wird! Weiterlesen

Polizei verhindert antifaschistische Demonstration in Cannstatt

Cannstatt2NEUMit einem Großaufgebot von mehreren hundert Cops und gezielten Angriffen hat die Stuttgarter Polizeiführung heute eine antifaschistische Demonstration gegen die AfD gezielt verhindert. Mehrere Menschen wurden durch das Vorgehen der Polizei verletzt.
Insgesamt waren etwa 500 Menschen trotz Absage des AfD-Parteitags nach Cannstatt gekommen, um vom dortigen Bahnhof aus durch die Innenstadt zum Kurpark zu ziehen.

Die Polizei hatte die Demo bereits nach fünf Metern (!) gestoppt und wegen angeblichen „Auflagenverstößen“ nicht weiter laufen lassen. Nachdem die „Verstöße“ nicht mehr haltbar waren, wurden andere Gründe gesucht. So wurde die Anmelderin angezeigt, weil sie die Auflagen nicht zu Beginn der Kundgebung verlesen hatte. Kurz gesagt: Die Polizei wollte die Demo von Anfang an verhindern – das gesamte Viertel hatten sie dafür schon im Vorhinein mit Kräften besetzt. Auch deswegen haben wir die Demonstration am Cannstatter Bahnhof in einer gemeinsamen Entscheidung mit unseren Bündnispartner:innen beendet und haben uns später mit einer Spontandemonstration mit knapp 100 Teilnehmer:innen in der Stuttgarter Innenstadt die Straße genommen.
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Antifaschistische Demo statt AfD-Parteitag in Cannstatt

cnf_220630Wir haben’s geschafft: Der AfD-Landesparteitag dieses Wochenende in der Carl-Benz-Arena ist endgültig abgesagt! Das ist ein Erfolg, der auch auf die antifaschistische Mobilisierung zurückzuführen ist.

Die AfD hat am Donnerstag selbst bestätigt, dass sie nicht am ersten Juliwochenende in Cannstatt tagen wird; wohl aber am 16./17. Juli in der Stuttgarter Messe. Was dazu an antifaschistischem Protest auf die Beine gestellt wird klärt sich in den nächsten Tagen.

Wir rufen trotzdem diesen Samstag, den 2. Juli zur Demonstration auf und sagen einmal mehr: #cannstattnazifrei
Kommt um 15:30 Uhr an den Cannstatter Bahnhof und lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. Denn die Kampagne hat im Viertel viel Zuspruch bekommen und mit dieser Demonstration wollen wir sie gemeinsam beenden. Weiterlesen

AfD-Parteitag findet statt: Alle nach Cannstatt!

Update vom 28.06.2022:

Die AfD wird ihren Landesparteitag in Cannstatt abhalten, das Gericht hat die Vertragskündigung der Carl Benz Arena aufgehoben.
Das heißt für uns: Wir werden auch in Cannstatt sein & organisieren die Demo und Proteste. Am Donnerstag, den 30. Juni wird es dazu ein außerordentliches AABS-Treffen geben. Kommt dazu um 19 Uhr ins Linke Zentrum Lilo Herrmann. Dort gibt’s alle Infos zu den Planungen und wir packen die letzten Vorbereitungen gemeinsam an.

Kommt alle am Samstag um 15:30 Uhr nach Cannstatt an den Bahnhof! Sagt es weiter, mobilisiert und schließt euch den Protesten an! Weiterlesen

Widerstand wirkt: AfD verliert Location für Parteitag!

Ende April wurde durch antifaschistische Recherche bekannt, dass die AfD für das Wochenende vom 2. und 3. Juli einen Landesparteitag in Stuttgart Cannstatt plant.


Seitdem regt sich Widerstand! Das Bündnis Stuttgart gegen Rechts forderte Hotel- und Hallen-Betreiber:innen auf, den Rechten eine Absage zu erteilen – was diese allerdings in einer haarsträubenden Antwort ablehnten.

Heute war in der Presse zu lesen, dass die Carl-Benz-Arena der AfD nun doch kündigte! Allerdings: Nicht aus plötzlichem Sinneswandel, sondern als Reißleine vor den angekündigten und sich anbahnenden Protesten. Denn tatsächlich tat sich einiges im Stadtteil: Die Parole #CannstattNazifrei war schnell überall zu lesen. Banner an allen möglichen öffentlichen Plätzen machten auf die Demonstration am 2. Juli aufmerksam. Kaum eine Laterne im Neckarpark, trug nicht das Logo der Kampagne. Kein Samstag ohne, dass Antifaschist:innen in den Parks und Straßen Cannstatt unterwegs waren. Dabei kamen fast ausschließlich positive Rückmeldungen aus dem Stadtteil. Viele fanden nicht nur den Protest richtig, sondern wollten auch aktiv teilnehmen!

Die Absage ist das Ergebnis einer starken Kampagne, die weiterhin Druck gemacht hätte und dazu weiterhin in der Lage sein wird, sollte sich die Situation erneut ändern. Erfolgreich war sie durch das Zusammenspiel verschiedener Mittel, einer starken Bündnisarbeit und einer konsequent geführten, klassenkämpferisch-antifaschistischen Stadtteilmobilisierung.
Trotz des Erfolgs werden wir weiterhin die Augen offenhalten, da die AfD die Niederlage nicht akzeptieren wird und schon eine Klage angekündigt hat.

Klar ist aber trotzdem: wir werden an dem Tag auf der Straße präsent sein – sei es in Cannstatt oder sonst wo! Konkret heißt das: Wir werden am 2. Juli in Cannstatt demonstrieren gegen Krise und Faschismus und Proteste an eventuellen anderen Gegenden ganz direkt unterstützen.
Das rege Interesse in der Cannstatter Bevölkerung bestärkt uns in dieser Entscheidung!

Also: Haltet euch deswegen den Samstag, 2.Juli frei.
Cannstatt und Stuttgart bleiben Nazifrei!