Kurt Pätzold ist tot

Einer der Letzten, die die Dinge bei ihrem Namen nannten. Kurt Pätzold ist tot. Er starb bereits am Donnerstag nach schwerer Krankheit.
Pätzold war in der DDR einer der bekanntesten Forscher zur Geschichte des deutschen Faschismus. Er war dort bis Ende 1990 Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Geschichte und wurde nach der Einverleibung der DDR 1992 entlassen.
Bis zu seinem Tod verfasste Pätzold Bücher und Aufsätze rund um den deutschen Faschismus und hielt Vorträge. Auch bei uns in Stuttgart, zuletzt Ende April 2015 im Linken Zentrum Lilo Herrmann. Thema war damals „70 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus“.
Mit seinem Tod hinterlässt Kurt Pätzold eine Lücke, nicht nur hinsichtlich gelungener Veranstaltungen, die oft genug in ein bemerkenswertes und erkenntnisreiches Zwiegespräch zwischen Publikum und Referenten übergingen, sondern im Bezug auf sein Steckenpferd: Die Analyse des Faschismus an der Macht als „die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“
Er wird fehlen, gerade in Zeiten wie diesen.

Antifaschistischer Stadtspaziergang in Göppingen

Gefunden am 26.07.16 bei linksunten.indymedia.org//[GP] Antifaschistischer Stadtspaziergang

»In Göppingen und Umgebung gibt es seit einigen Wochen wieder verstärkte Naziumtriebe. Mehrere Faschisten, die bereits bei den mittlerweile verbotenen „Autonomen Nationalisten Göppingen“ und/oder bei den „Freien Nationalisten Esslingen“ aktiv waren, versuchen momentan unter dem Label der faschistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ in der Region Fuß zu fassen.

Deshalb zogen am Montag Abend rund 30 AntifaschistInnen durch die Göppinger Innenstadt und befreiten diese von etlichen Nazistickern und Nazischmierereien. Währenddessen wurden die Bürgerinnen und Bürger mit Flugblättern über die erneuten Naziaktivitäten in ihrer Stadt informiert. Zum Abschluss des erfolgreichen Abends zogen die AntifaschistInnen mit einer lautstarken und entschlossenen Spontandemonstration durch die Fußgängerzone.

Für uns steht fest, dass wir den Faschisten in Göppingen keinen Raum lassen werden, sich weiter in der Gegend zu verankern und zu etablieren. Die letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass eine antifaschistische Präsenz in Göppingen mehr als notwendig ist. Wir werden weiterhin in Göppingen aktiv bleiben und dem „Dritten Weg“ keinen Raum lassen, sich zu entfalten.

Kein Fußbreit den Faschisten! Weder in Göppingen noch anderswo!
Wir bleiben dran!«

Proteste gegen Nazikundgebung in Göppingen

Wie vor erst zwei Tagen bekannt wurde, hatte die faschistische Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ für den heutigen Samstag (23.07.2016) in der Göppinger Innenstadt eine Demonstration angemeldet. Zwar wurde die Demonstration mit Verweis auf den „polizeilichen Notstand“ (ein Großteil der Göppinger Polizei war wohl für Einsätze in Bayern eingeplant) verboten, die angemeldete Kundgebung jedoch wurde auf dem Bahnhofsparkplatz genehmigt.

Unmittelbar neben dem geplanten Kundgebungsort versammelten sich trotz der kurzen Mobilisierungszeit ab 13.30 Uhr knapp 100 AntifaschistInnen. Gegen 14.00 Uhr reisten die knapp 50 Faschisten geschlossen mit der Bahn an und wurden, von der Polizei abgeschirmt, auf den Parkplatz gebracht. Dort wurden sie von Anfang an mit lautstarkem Protest und Parolen konfrontiert.

Während der zweistündigen Kundgebung der Rechten mit mehreren Hetzreden zeigte sich, dass die meisten der anwesenden Faschisten größtenteils aus Franken angereist waren und nicht aus der Region stammen. Die wenigen anwesenden lokalen Nazis (u.a. Ganser, Teichmann, Meier, Böhringer) sind allesamt von den „Autonomen Nationalisten GP“ und den „Freien Nationalisten Esslingen“bekannt. Weiterlesen

Proteste gegen „Fellbach wehrt sich“

AnkunftAm Freitag, den 22. Juli 2016 fand die zweite „Fellbach wehrt sich“-Kundgebung statt, angemeldet von Michael Stecher aus dem Reichsbürger-Spektrum.
Nachdem letztes Mal, am 17. Juni nur 11 Rechte da waren, fanden sich heute etwa zwei Dutzend auf der Kundgebung ein, die dieses Mal den Titel „Für mehr Sicherheit in Fellbach und gegen Gewalt/Sexualdelikte“ trug.
Etwa 200 AntifaschistInnen und aktive FellbacherInnen stellten sich dieser Hetze entgegen. Auch eine antifaschistische Kundgebung machte dieses Mal wieder PassantInnen auf die Problematik in Fellbach mit verschiedenen Redebeiträgen und Infomaterial aufmerksam.

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Rechte Hetzer verjagen! – Am 22. Juli in Fellbach

fbbild oder WidgetAm 22. Juli wollen rechte Hetzer erneut unter dem Label „Fellbach wehrt sich“ eine Kundgebung abhalten!

Und wieder werden wir ihnen den Auftritt vermiesen!
Kommt zur antifaschistischen Kundgebung ab 18 Uhr bei der Lutherkirche in Fellbach. Zur gemeinsamen Anreise treffen wir uns um 17:15 Uhr am Hauptbahnhof vorm LeCrobaq.
Informiert Freunde und Bekannte, damit wir so viele AntifaschistInnen an dem Tag auf die Straße bekommen, wie beim letzten Mal und den rechten Hetzern zeigen, dass in Fellbach, Stuttgart und der ganzen Region kein Platz für sie ist!

Hier noch der Facebooklink und unser Kurzaufruf:
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Faschistische Kundgebung in Göppingen

dritterweggpjuni2016Am 1. Juli 2016 in der Mittagszeit hat die faschistische Kleinpartei ,,Der Dritte Weg“ versucht in Göppingen ungestört einen Infotisch abzuhalten und Flyer mit ihrer Hetzpropaganda zu verteilen. Die 8 Faschisten waren zum Teil altbekannte Nazis aus den Reihen der verbotenen „Autonomen Nationalisten Göppingen“ und Angereißte aus Villingen-Schwenningen und Reutlingen. Dem stellten sich mehrere antifaschistische AktivistInnen kurzfristig entschlossen entgegen. Nur durch das massive Polizeiaufgebot mit BFE und Hunden, war es dem „Dritten Weg“ möglich ihren Infotisch zeitweilig, begleitet mit Störungen, durchzuziehen. Weiterlesen

Proteste gegen „Fellbach wehrt sich“

gegen rechte hetzeAm heutigen Freitag, 17. Juni 2016, gingen hunderte AntifaschistInnen in Fellbach auf die Straße, um sich gegen Rassisten zur Wehr zu setzen und ihnen eine Absage zu erteilen. Der Reichsbürger Michael Stecher hatte für die rassistische Gruppierung „Fellbach wehrt sich“ zu einer Kundgebung mit Demonstration durch Fellbach aufgerufen.

Tatsächlich versammelten sich eine dreiviertel Stunde später als angekündigt ganze 11 Rassisten im Durchgang zwischen Rathaus und Lutherkirche.Vom großspurig angkündigten Programm blieb dann lediglich eine Kundgebung mit wirren Redebeiträgen vom Anmelder und der „Die Rechte“-Aktivistin Ester Seitz aus Neumarkt bei Nürnberg übrig.Von Anfang an wurde die Kundgebung der Rechten lautstark übertönt und mit Böllern und Rauchbomben, Eiern und Tomaten gestört. Weiterlesen