Kundgebung gegen Rechts in Luginsland

Kein Platz für Nazis in Untertürkheim und anderswo! Gemeinsam gegen rechte Gewalt!

Vergangenes Wochenende kam es in Stuttgart-Luginsland (bei Untertürkheim) zu einem faschistischen Angriff auf eine Gaststätte einer indischen Familie. An die Schaufensterscheiben des Ladens wurden mehrere Hakenkreuze und Nazi-Parolen geschmiert.
Als Reaktion auf den Angriff organisieren solidarische Nachbar:innen jetzt am Samstag eine Kundgebung gegen Faschismus und rechte Gewalt. Beginn ist um 12 Uhr auf dem Barbarossaplatz in Luginsland.
Wir wollen die Betroffenen und die Aktion gegen Faschismus tatkräftig unterstützen und fahren deswegen nach Luginsland. Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ist um 11 Uhr vor dem Haupteingang der Volkshochschule (VHS) am Rotebühlplatz. Von dort aus fahren wir zusammen mit der S-Bahn.
Kundgebung: Samstag, 6. September 2025 – 12 Uhr, Barbarossaplatz in Luginsland

Hausdurchsuchung bei Stuttgarter Antifaschistin: Gegen ihre Repression – Freiheit für Maja!

Heute morgen um 06.04 Uhr kam es zu einer Hausdurchsuchung gegen eine Antifaschistin. Vorgeworfen wird ihr eine Sachbeschädigung im Rahmen einer Solidaritätsaktion in Stuttgart für die Antifaschist:in Maja.

Maja ist eine Beschuldigte im sogenannten „Budapest-Komplex“, in dessen Rahmen Angriffe auf bekannte Neo-Nazis am sogenannten „Tag der Ehre“ 2023 in Budapest zur Last gelegt werden. Nach Majas Festnahme und Auslieferung durch den deutschen Staat sitzt Maja inzwischen seit über einem Jahr in Ungarn in Isolationshaft. Im Rahmen eines 40-tägigen, lebensbedrohlichen Hungerstreiks Majas, mit dem Ziel die Überführung nach Deutschland zu erreichen, kam es deutschlandweit zu zahlreichen Solidaritätsaktionen.

Die Kriminalisierung und Verfolgung von linker Solidaritätsarbeit reiht sich in eine allgemeine politische, autoritäre Verschärfung in der Bundesrepublik Deutschland ein, die sich auch immer wieder gegen Antifaschist:innen richtet. Erst vor wenigen Wochen kam es zu Hausdurchsuchungen in Augsburg (Vorwurf: Blockade gegen den IBler Martin Sellner) und im Rems-Murr-Kreis (Vorwurf: Angriff auf eine die „Die Heimat“-Kaderin) – und das sind nur die aktuellsten Fälle aus der unmittelbaren Region.

Die Gründe für diese staatlichen Angriffe sind vielfältig, aber in jedem Fall politisch: Konsequente antifaschistische, linke Politik kann Perspektiven über die Grenzen des bestehenden kapitalistischen Systems hinaus aufzeigen, scheut nicht den Bruch mit den bürgerlichen Gesetzen und stellt damit das staatliche Gewaltmonopol in Frage.

Das Deutschland im Bezug auf Ungarn die Interessen dieses autoritären Staates durchsetzt, ist kein Zufall. Durch die sich verschärfenden Krisen des kapitalistischen Systems, sucht das deutsche Kapital in Form der Großindustrie den Wechsel der Standorte nach Osteuropa. Ungarn, dass durch die strikte Verfolgung von fortschrittlichen Kräften ist dabei ein idealer Ort, glänze die Orban-Regierung durch die Entmachtung der Gewerkschaften und die immer fortschreitendern Einschränkung der Rechte von Arbeitnehmer:innen.

Gerade im sich verschärfenden politischen Klima hängt unsere antifaschistische Solidarität und Praxis nicht von den Grenzen des bürgerlichen Gesetzbuches ab, sondern richten sich nach dem, was wir für richtig und notwendig halten. Dementsprechend lassen wir uns von staatlichen Angriffen auf die antifaschistische Bewegung nicht einschüchtern und stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Antifaschistin, von Maja und allen anderen von Repression betroffenen Antifaschist:innen – unabhängig davon, ob staatliche Angriffe in Ungarn oder im eigenen Schlafzimmer stattfinden.

Gegen ihre Repression – Solidarität mit Maja und allen Antifaschist:innen!

Solidarität mit Maja – Antifa in die Offensive

Heute befindet sich Maja seit einem Monat im Hungerstreik. Gestern hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen sechs weitere Antifaschist:innen eingereicht, die in Budapest Nazis ihren „Tag der Ehre“ vermiest haben sollen. Mit 100 Antifaschist:innen haben wir deswegen heute vor dem ungarischen Konsulat Stuttgart unsere Solidarität mit Maja, ihrem Kampf gegen den ungarischen Staat und für selbstbestimmte antifaschistische Arbeit auf die Straße getragen.

In einer Rede wiesen wir auf die untragbaren Haftbedingungen und Situation von Maja hin und unterstrichen die Notwendigkeit von organisierter, kämpferischer Antifaarbeit von unten.

Auf dem Rückweg zu unserer 20-Jahre-AABS Feier haben wir uns noch einmal die Straße genommen und die Aktion mit einer kraftvollen Spontandemonstration abgeschlossen.

Freiheit für Maja und alle Antifaschist:innen!

Kampf dem Faschismus! Antifa in die Offensive!

Im Gedenken an Lilo Herrmann – Erinnern heißt kämpfen!

Auch dieses Jahr haben wir am 20. Juni, ihrem Todestag, Lilo Herrmann gedacht. Lilo war einen mutige Frau, die sich schon früh dem faschistischen Terror widersetzte und für eine bessere, klassenlose Gesellschaft kämpfte. Dafür wurde sie von den Nationalsozialisten hingerichtet. Ihren Mut und Entschlossenheit nehmen wir zum Vorbild und führen ihren Kampf heute fort .

20 Jahre AABS

Wir feiern 20 Jahre antifaschistische Arbeit, Solidarität & Widerstand — und laden euch alle herzlich ein!
Kommt vorbei, bringt eure Freund:innen und Genoss:innen mit und lasst uns gemeinsam diesen Tag begehen.

🗓️ 5. Juli • ab 15.00 Uhr
📍 Linkes Zentrum Lilo Herrmann

✨ Tagsüber erwartet euch ein vielfältiges Rahmenprogramm — lasst euch überraschen!
☕️ Kaffee & Kuchen
🍻 Kaltgetränke & Essen
🎶 Am Abend: ab 22 Uhr Party

Kommt rum — feiern, vernetzen, solidarisch sein!

Erfolgreicher CSD und antifaschistische Proteste

Gespiegelt von Antifa-Info.net

CSD schützen, Nazidemo stoppen – dass das Hand in Hand gehen muss und kann hat der 14. Juni in Pforzheim gezeigt. Während 1500 Teilnehmende für den größten Pforzheimer CSD aller Zeiten sorgten, demonstrierten derweil 300 Antifaschist:innen direkt gegen den Aufmarsch von etwa 90 Nazis. Deren Marsch konnte letztlich von der Polizei nur mit massiver Gewalt durchgesetzt werden. Aber der Reihe nach.

In den letzten Wochen gab es wenig, was die regionalen Medien mehr dominiert hat, als der Pforzheimer CSD und die angekündigte Nazi-Gegendemo. Während die Pforzheimer Politik die Zustände der Stadt wiederspiegelte mobilisierten alle linken Kräfte der Region nach Pforzheim um den CSD zu unterstützen und zu schützen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

So nahmen heute etwa 1500 Menschen an der CSD Demonstration teil, welche durch die Pforzheimer Innenstadt zog. Teil davon war auch der solidarische antifaschistische Block des OAT-Pforzheim, dem sich auch eine breite Anreise aus dem Umland anschloss. Mit kämpferischen Schildern und lauten Parolen, welche von der gesamten Demonstration aufgenommen wurden, konnte dem CSD ein starker Ausdruck verliehen werden. Einzelne Pöbler am Rand der Demo konnten, von verteilt in der Demo laufenden Antifaschist:innen, erfolgreich abgedrängt werden. Die fundamentalistischen Christen, die an der Route eine Kundgebung angemeldet hatten, wurden kollektiv von Demonstrationsteilnehmer:innen von der Demo ferngehalten und wirkten eher wie ein Häufchen Elend neben der CSD Demo. Erfolgreich konnte so heute der Raum für queere Repränsentaion geschaffen werden in einer Stadt in der sonst eher queerfeindliche Töne vorherrschen.

Parallel zum CSD waren etwa 300 Antifaschist:innen gegen die faschistische Veranstaltung auf der Straße. Ziel war es die Faschisten nicht ungestört zu lassen und ihnen jede Möglichkeit zu nehmen den CSD zu beeinträchtigen. Während der vom DST (Der Störrtrupp) angemeldeten Kundgebung, die aus etwa 90 Faschos aus der ganzen Republik und teilweise Österreich zusammen gekratzt werden mussten, gab es lautstartken Protest. Die gesamte Kundgebung der Faschos wurde gestört durch antifaschistische Parolen und die Zuhörer der rechten Hetze waren davon sichtlich genervt. Die Demo der Faschos zum Bahnhof wurde begleitet von antifaschistischem Protest der sich parallel zu ihnen durch die Straßen bewegte. Das die Demonstration nur mit einem großen Polizeiaufgebot durchgesetzt werden konnte zeigte sich auf dem Rückweg zum Waisenhausplatz. Dort konnte der Aufzug in der Schloßbergstraße blockiert werden. Auch auf der Kreuzung und zwischen Marktplatz und Waisenhausplatz bildeten sich Blockaden von Antifaschist:innen, eine Baustelle fand ihren Weg auf die Straße, einige Steine flogen.

Die Polizei zögerte jedoch nicht den Nazis den Weg frei zu prügeln und mit Pferden in die Blockade zu reiten. Auch nachdem eine Straßenseite frei war und die Demonstration schon an der Blockade vorbei lief brauchte die Polizei wohl doch noch einen Grund um ihr Aufgebot zu rechtfertigen und griff die Antifaschist:innen wieder an und kesselten etwa 60 Personen zur Personalienfeststellung.

Es zeigt sich mal wieder klar und deutlich weder die Stadt noch der Staat gebieten den Rechten Einhalt. Ganz im Gegenteil: Wer einer Nazidemo derart den roten Teppich ausrollt und eine lange Route durch Pforzheim zuschanzt, der hat aus der Geschichte nichts gelernt. Das die AfD im Pforzheimer Gemeinderat die größte Fraktion stellt, scheint sich auf die Vewaltung auszuwirken – es wird gekuscht.

Den Faschist:innen müssen wir uns selbst organisiert entgegenstellen und sie überall dort einschränken wo sie versuchen sich die Straße zu nehmen. Die Zusammenarbeit am heutigen Tag hat gezeigt das es gemeinsam möglich ist linke Freiräume zu verteidigen und gleichzeitig die Rechten in ihre Schranken zu weisen. Der Widerstand war für die Faschos den ganzen Tag zu spüren, so konnten sie sich nicht ohne Polizeigeleit durch die Stadt bewegen und unbehelligt ihre Hetze verbreiten.

Daran gilt es anzuknüpfen. Kein Fußbreit den Nazis, weder in Pforzheim, noch anderswo!

Am 14. Juni nach Pforzheim

Kommt am Samstag, den 14. Juni mit nach Pforzheim.

Wir treffen uns am Stuttgarter Hauptbahnhof an Gleis 1 um 10 Uhr.

Für alle Interessierten wird es am Abend davor – statt unserer monatlichen Antifa-Kneipe – um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Protesten geben. Kommt vorbei! Kommt mit!

Alle Informationen wie etwa weitere Anreisen nach Pforzheim findet ihr auf antifa-info.net.

Wer die Mobilisierung unterstützen möchte: Teilt die Posts auf unseren Kanälen und hier gibt’s noch Plakate zum Drucken (Plakat_A3Plakat_A4).

Gemeinsame Anreise nach Reutlingen – Dem rechten Aufmarsch wiederholt entgegenstellen!

Am 31. Mai findet erneut eine Demo unter dem Motto „Gemeinsam für Deutschland“ organisiert aus dem rechten, ehemaligen Querdenken-Spektrum statt. Bei vergangenen Veranstaltungen haben sich hier faschistische Gruppen beteiligt und den Ausdruck der Demonstration stark geprägt. Obwohl bei der letzten Demo in Reutlingen eine organisierte, faschistische Beteiligung nicht eindeutig erkennbar war, wollen wir verhindern, dass eine rechte Straßenbewegung in Reutlingen Fuß fasst. Umso mehr, wenn im Raum steht, dass sie von klar faschistischen Kräften angeführt und geprägt wird.
Aus diesem Grund fahren wir am 31. Mai gemeinsam nach Reutlingen und schließen uns den breiten, antifaschistischen Gegenprotesten an.

Kicken gegen Rechts am 19.07.2025!

Fußball verbindet – Rechte stoppen!

Am 19. Juli 2025 heißt es in Stuttgart wieder: Kicken gegen Rechts!
Beim antifaschistischen Fußballturnier zeigen wir gemeinsam, dass Sport für Solidarität, Vielfalt und ein gutes Leben für alle steht. Ob als Team oder zum Anfeuern – kommt vorbei, bringt Freund:innen mit und setzt mit uns ein starkes Zeichen gegen Rassismus und rechte Hetze!

Weitere Infos folgen bald – stay tuned!

26.04.2025: Nazi-Demo in Reutlingen blockiert

Stuttgart war nur der erste Streich … Auch in Reutlingen haben die Nazis nicht wirklichen einen Fuß auf den Boden bekommen. Nur etwa 500 rechte „Querdenker:innen“ und Jungnazis folgten dem Aufruf der Gruppe „Gemeinsam für Deutschland“ auf den Bösmansnäcker. Ihre Demonstration in Richtung Reutlinger Marktplatz wurde blockiert!

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Antifa heißt Klassenkampf – Warum wir als Antifaschist:innen am 1. Mai auf die Straße gehen

Wir befinden uns in einer kapitalistischen Krise. Steigende Preise, stagnierende Löhne und unbezahlbare Mieten sind nur einige ihrer Folgen. 
Solche Krisen sind kein Sonderfall, sondern haben Regelmäßigkeit. Die kapitalistische Produktionsweise ist gekennzeichnet durch regelmäßige wirtschaftliche Auf- und Abschwünge. Gestiegenen Produktionskosten und dem Druck durch internationalen Wettbewerb soll durch erhöhte Produktion, geringere Stückkosten und stagnierende Löhne entgegengewirkt werden. Es wird mehr produziert, während die Nachfrage durch die Verarmung der arbeitenden Bevölkerung immer weiter abnimmt. Dadurch kommt es zu Insolvenzen und einer Zentralisierung des Kapitals: Es bilden sich Monopole und konsequenter Weise werden die Krisen heftiger. Die kapitalistische Produktionsweise ist also explizit nicht an den realen Bedürfnissen der Menschen orientiert, sondern folgt dem Prinzip der Profitmaximierung um jeden Preis. Wir alle kennen das Bild: Die Lebensmittelregale sind bestens gefüllt, und trotzdem wird die Schlange vor den Tafeln immer länger.

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